Handelskrieg: Schwarzer Freitag an den Börsen – Weltweit sacken die Kurse ab
Düsseldorf, Frankfurt, Seattle. Nach dem Trump-Schock an den globalen Aktienbörsen kann von Stabilisierung keine Rede sein. Im Gegenteil. Die angedrohten chinesischen Vergeltungsmaßnahmen setzen den Märkten am Freitag heftig zu.
Nach deutlichen Einbrüchen in Asien und Europa, allen voran dem Dax, setzen sich die Kursverluste auch an den US-Börsen fort. An der Wall Street schloss der Leitindex Dow Jones gut 5,5 Prozent tiefer und fiel unter die Marke von 39.000 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Tech-Index Nasdaq verloren jeweils rund sechs Prozent.
Allein der S&P 500 hat damit in den vergangenen 48 Stunden rund 5,4 Billionen Dollar an Wert eingebüßt. Zuletzt hatte es Einbrüche in dieser Höhe zu Anfang der Corononakrise im März 2020 gegeben.
Zuvor hatte der deutsche Leitindex Dax in der Spitze 1280 Punkte (5,9 Prozent) auf 20.437 Punkte verloren. Den Tag beendet er fünf Prozent im Minus bei 20.642 Punkten.
Ein möglicher Treiber: Der US-Investmentbank Goldman Sachs zufolge haben Hedgefonds am Donnerstag weltweit so viele Aktien netto verkauft wie an keinem anderen Tag seit 2010. Die Fonds seien pessimistisch bezüglich der Marktentwicklung geworden, erklärt die Bank in einer Mitteilung an Kunden. Immobilien, Grundnahrungsmittel und Versorger waren demnach die einzigen Sektoren, die unter dem Strich gekauft worden seien.