Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

S&K und Anlagebetrug Manager fordert Geld aus dem Knast

Ehemalige Anleger des Midas-Mittelstandsfonds 2 sollen Geld zurückzahlen, obwohl sie ihre Beteiligung schon kündigten, bevor der S&K-Skandal öffentlich wurde. Betroffene Anleger sollten nicht vorschnell zahlen.
01.02.2016 - 15:34 Uhr
Anleger befürchten, dass ihre Gelder von S&K veruntreut wurden. Quelle: Handelsblatt
S&K-Feier

Anleger befürchten, dass ihre Gelder von S&K veruntreut wurden.

(Foto: Handelsblatt)

Frankfurt am Main Der Brief, den sie vor einigen Wochen bekamen, war für viele Anleger ein Schock. Vor mehr als drei Jahren hatten sie ihre Beteiligung am „Midas-Mittelstandsfonds 2“ gekündigt und fast ihren kompletten Einsatz zurück erhalten. Glück gehabt, denn kurz zuvor wurde Midas von der S&K-Gruppe übernommen. Nun sollen die Anleger einen Großteil des Geldes allerdings zurückzahlen.

Die S&K-Manager müssen sich gerade vor dem Landgericht Frankfurt wegen mutmaßlichen Betrugs verantworten. Sie stehen im Verdacht, das Kapital der Anleger zum Teil für schnelle Autos, schicke Uhren und schöne Frauen verprasst zu haben, statt es gewinnbringend zu investieren. Bislang haben sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Von dem Skandal sind auch Fonds der Midas-Gruppe betroffen, weil sie nach der Übernahme durch S&K Kredite an die neue Mutter vergeben hatten, die sich als wertlos herausstellten. Anleger, die ihre Beteiligung kündigten bevor der Fall ans Licht kam, durften sich glücklich schätzen. Sie bekamen 93 Prozent ihres eingesetzten Kapitals zurück.

Trotzdem fordert die Verwaltungsgesellschaft des Midas-Fonds 2 nun einen Großteil davon zurück und verweist darauf, dass das Landgericht sowie das Oberlandesgericht Köln diesen Anspruch im Rahmen eines „Referenzverfahrens“ bestätigt hätten. Von 10.000 Euro, die ein Anleger ursprünglich eingezahlt hatte, soll er nun nur noch rund 3600 Euro behalten dürfen. Midas-Gesellschafter, die einen solchen Brief erhalten haben und ihr Geld zurückzahlen sollen, sollten auf die Forderung aber nicht vorschnell eingehen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Ursprünglich sollten die Midas-Fonds in mittelständische Unternehmen investieren. Daran wollten die Unternehmen der S&K-Gruppe als neue Eigentümer zwar festhalten. Kapital, das gerade nicht investiert werden konnte, sollte aber nun in die S&K-Gruppe fließen. Anleger, die ihre Beteiligung zum Zeitpunkt der Übernahme schon gekündigt hatten, erhielten im Jahr 2012 fast ihr komplettes Geld zurück, sprich 93 Prozent des eingesetzten Kapitals.

    Der wirkliche Wert des Unternehmens zählt
    Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: S&K und Anlagebetrug - Manager fordert Geld aus dem Knast
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%