Ukrainekrieg: Warum die Gefahr einer Stagflation steigt – und welche Konsequenzen sie hätte
Im Euro-Raum zogen die Preise im März um 7,5 Prozent an.
Foto: dpaFrankfurt. Stagflation – die Kombination von Inflation und stagnierender oder gar schrumpfender Wirtschaft – ist seit Wochen ein Schlagwort an den Märkten. Die DZ Bank spricht in einer neuen Studie vom „Stagflationsgespenst“ und nimmt dieses Phänomen näher unter die Lupe. Die Quintessenz: Das Risiko ist nicht so hoch, wie viele befürchten, aber es steigt. Und wenn es Realität wird, hat das deutliche, zum Teil unangenehme Konsequenzen für die Kapitalmärkte.
Ein steigendes Stagflationsrisiko sehen zurzeit auch andere Experten, zum Beispiel Joachim Fels, Chefökonom der US-Fondsgesellschaft Pimco, die zur Allianz gehört. Wegen des Kriegs in der Ukraine ist Europa besonders gefährdet, auch wenn die Inflation in den USA mit fast acht Prozent zuletzt höher war. Im Euro-Raum zogen die Preise im März um 7,5 Prozent an.
Wie es in der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen weitergeht, ist schwer einzuschätzen. Die am Wochenende bekannt gewordenen Morde an ukrainischen Zivilisten, die von russischer Seite dementiert werden, erhöhen den Druck auf die westeuropäischen Staaten, russische Gas- und Ölimporte zu stoppen.