Zinsen unter Druck: Lebensversicherung – Worauf Kunden jetzt achten sollten
Der Höchstrechnungszins sinkt im Jahr 2022 auf 0,25 Prozent.
Foto: dpaFrankfurt, München. Der Marktführer gibt wieder einmal die Richtung vor. Die Allianz, die bei Lebensversicherungen in Deutschland einen Marktanteil von fast 30 Prozent erreicht, behält die laufende Verzinsung im kommenden Jahr bei. Sie liegt bei den klassischen Verträgen mit festen Garantien bei 2,3 Prozent, beim meistverkauften Produkt „Perspektive“ sind es 2,4 Prozent. Da es bei Perspektive keine garantierte Mindestverzinsung mehr gibt, die hohe Kosten verursacht, liegt die laufende Verzinsung bei diesem Produkt etwas höher.
Die Nachrichten der Allianz werden zum Jahresende immer mit Spannung erwartet. In den kommenden Wochen folgen weitere rund 80 Lebensversicherer in Deutschland mit Angaben zu ihrer Überschussbeteiligung. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen ist klar: Es ist schon mal eine gute Nachricht, wenn die Überschussbeteiligung zumindest stabil bleibt. Auch die Allianz hatte im Jahr 2021 die laufende Verzinsung bereits auf 2,3 Prozent gesenkt – von 2,5 Prozent im Jahr 2020. Davor waren es noch 2,8 Prozent gewesen.
Laufende Verzinsung, Garantieverzinsung, klassische Lebensversicherung mit Garantiezins oder chancenorientierte neue Produkte. Die Welt der Lebensversicherungen ist komplex und für Kundinnen und Kunden nicht immer einfach zu verstehen. Das Handelsblatt beantwortet die wichtigsten Fragen: