Handelsblatt Live: Deutsche Wirtschaft im Fokus des Cyberkriegs?
Als sich Russlands Truppen um die Ukraine positionierten, war deutschen Behörden und Unternehmen klar: Die Lage ist kritisch. Dann begann der Krieg und es wurde deutlich, dass er sich über die fatalen physischen Angriffe hinaus auch auf den Cyberraum ausdehnt. Etwa zum Zeitpunkt des Einmarschs wurde eine Störung bei Tausenden deutschen Windrädern gemeldet, die Fernwartung funktionierte nicht mehr.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schließt einen Hackerangriff als Ursache nicht aus. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und das BSI warnen vor einer akuten Gefährdungslage, die aber noch abstrakt ist. Betreiber kritischer Infrastruktur und Unternehmen sind gewarnt.
In unserem Zwischenruf zu unserer Handelsblatt Tagung Cybersecurity haben wir darüber gesprochen, was diese Bedrohungslage – sowohl für Deutschland, aber auch für das Kriegsgeschehen – bedeutet? Russland ist eine der führenden Cybermächte. Zudem nutzen Kriminelle die aktuelle Lage. Wie können sich Unternehmen, Organisationen und Behörden in der aktuellen Situation aufstellen und ihre Detektionsfähigkeit und Reaktionsbereitschaft erhöhen?
Unsere Expertinnen und Experten:
- Sebastian Schreiber, Geschäftsführer, Syss GmbH
- Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter und CIO, Abteilung Cyber- /Informationstechnik, Bundesministerium der Verteidigung
- Thomas Strobl (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Baden-Württemberg
- Ralf Rosanowski, Präsident, Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg
- Prof. Haya Shulman, Abteilungsleiterin Cybersecurity Analytics and Defenses, Fraunhofer-Institut SIT/ Goethe-Universität
- Jörg Peine-Paulsen, Verfassungsschutz, Wirtschaftsschutz (präventive Spionageabwehr), Niedersächsischen Ministerium für Inneres
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