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Anzeige - Health-i ist eine gemeinsame Initiative der Handelsblatt Media Group und der Techniker Krankenkasse. Die Inhalte dieser Seite wurden von Solutions by HMG produziert.

Health-i Sonderpreis 2025Organe aus dem 3D-Drucker

Alexander Leutner, CEO von Cellbricks, ist Health-i Persönlichkeit des Jahres 2025. Der Gründer arbeitet mit seinem Team an einer Technologie, die in Zukunft den Mangel an Spenderorganen beenden könnte. 05.11.2025 - 15:49 Uhr
Health-i Persönlichkeit des Jahres 2025: Alexander Leutner von Cellbricks. Foto: Marc-Steffen Unger

Hamburg/Düsseldorf. Der Gedanke klingt nach Science-Fiction, ist aber längst im Labor angekommen. Das Berliner Biotech-Start-up Cellbricks entwickelt Gewebeimplantate aus dem 3D-Drucker. Das Ziel: Eines Tages menschliche Organe herstellen zu können, um Patientinnen und Patienten zu helfen, die heute oft jahrelang auf ein Spenderorgan warten. Für diese visionäre Arbeit wurde Alexander Leutner, Mitgründer und CEO des Unternehmens, zur Health-i Persönlichkeit des Jahres 2025 gekürt.

„Wir machen stetig Fortschritte“, sagt Leutner im Gespräch. „Unser Durchbruch war, dass wir erstmals zeigen konnten, dass 3D-gedrucktes Gewebe im Organismus funktioniert.“ In Versuchen an Mäusen gelang es dem Team, Fettgewebe zu implantieren, das vom Körper angenommen wurde. Die nächsten Schritte sind nun Tests an Schweinen – bevor klinische Studien am Menschen beginnen können.

Schicht für Schicht zum funktionierenden Gewebe

Der Weg dorthin ist komplex: Zunächst werden digitale Modelle des gewünschten Gewebes erstellt. Anschließend kombinieren die Forschenden lebende menschliche Zellen mit speziell angepassten Biomaterialien. „Dadurch geben wir den Zellen ein Haus“, erklärt Leutner. „Dieses Haus bauen wir mit unserem 3D-Bioprinter Schicht für Schicht auf – bis ein funktionales Gewebe entsteht.“ So entstehen Zellimplantate, die langfristig zu vollwertigen Organen weiterentwickelt werden könn(t)en.

Innovative Atmosphäre für innovative Ideen: Die Preisverleihung für die Health-i Awards hat in der Factory Hammerbrooklyn in Hamburg stattgefunden. Foto: Marc-Steffen Unger
2025 ist das Jubiläumsjahr der Health-i Initiative: Seit zehn Jahren küren Handelsblatt und Techniker Krankenkasse Innovationen, die die Gesundheitsversorgung in der Zukunft verbessern sollen. Foto: Marc-Steffen Unger
So sehen Siegerinnen und Sieger aus: Die Preisträger (Plätze 1-3) der Health-i Awards 2025 mit Vertreterinnen und Vertretern der Jury sowie mit dem Moderation-Duo des Abends. Foto: Marc-Steffen Unger
Alexander Leutner von Cellbricks erhielt den Sonderpreis als Health-Persönlichkeit des Jahres 2025. Cellbricks hat ein 3D-Druck-Verfahren für menschliches Gewebe entwickelt. Damit ist sogar das Drucken ganzer Organe denkbar. Foto: Marc-Steffen Unger
Jury-Mitglied und Laudator Fabian von Trotha (DvH Ventures, links) mit Ali Eissing-Al-Mukahal von admorai. Das Unternehmen färbt Gewebeproben digital per Künstlicher Intelligenz ein und spart damit in der Pathologie sowohl Zeit als auch Chemie zum physischen Einfärben von Proben ein. Platz 3 bei den Health-i Awards 2025. Foto: Marc-Steffen Unger
Juror und Laudator Michael Byczkowski (SAP, links) übergibt Tobias Pankert, Co-Founder von Inzipio Medical, die Trophäe für den zweiten Platz bei den Health-i Awards 2025. Das Start-up sorgt mit der Unterstützung von Künstlicher Intelligenz dafür, das Ärztinnen und Ärzte Operationen selbstständig in kurzer Zeit planen können, anstatt diese Planung von externen Dienstleistern vornehmen zu lassen. Eingriffe können auf diese Weise schneller stattfinden. Foto: Marc-Steffen Unger
Die Erstplatzierten bei den Health-i Awards 2025: das Team von goodscare. Das Start-up hat ein Gerät zur Auswertung aller gängigen Schnelltests, die auf Teststreifen beruhen, entwickelt. Die Genauigkeit liegt auf der von medizinischen Großlaboren. Die Health-i Jury sah darin unter den diesjährigen Bewerbungen den wirksamsten Beitrag zur besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten. Foto: Marc-Steffen Unger
Health-i im Doppelpack für DiaMonTech: Nach dem Sieg bei den Health-i Awards 2024 nimmt CEO Thorsten Lubinski mit seinem Team in diesem Jahr die Auszeichnung als Health-i All-Star entgegen. Die Health-i Community hat DiaMonTech, das ein Gerät zur nadelfreien Blutzuckermessung entwickelt hat, zum All-Star Start-up aus zehn Jahren Health-i gewählt. Foto: Marc-Steffen Unger
Innovationen im Schnelldurchlauf: Vor der Preisverleihung konnten die Besucherinnen und Besucher der Preisverleihung alle nominierten Start-ups im Elevator-Pitch erleben. Im Bild: Janneke Lupp, Gründerin von goodscare, bei ihrem Kurzvortrag. Foto: Marc-Steffen Unger
Netzwerk im Fokus: Zum Ausklang der Preisverleihung haben die Teilnehmenden die Chance zum regen Austausch genutzt.

→ Zum Artikel über die Preisverleihung wechseln Foto: Marc-Steffen Unger

Cellbricks verfolgt dabei zwei Entwicklungsprogramme: Zum einen sogenannte Fettimplantate, die bei der Wundheilung helfen sollen und in wenigen Jahren in klinischen Studien getestet werden. Zum anderen erforscht das Team den Nachbau von Lebergewebe – ein Schritt auf dem Weg zur Herstellung ganzer Organe.

Die Jury des Health-i Awards, eine Initiative von Handelsblatt und Techniker Krankenkasse, begründet ihre Entscheidung so: „Mit diesem Sonderpreis möchten wir eine Persönlichkeit auszeichnen, die nicht nur an der Zukunft arbeitet – sondern sie neu denkt.“

Standortfrage: Deutschland vs. USA

Leutners Antrieb ist nicht nur technologischer Natur, sondern auch persönlich. Sein Bruder wartete selbst auf ein Spenderorgan. „Wenn man das in der Familie erlebt, versteht man, wie groß der Bedarf ist und wie wenig sich in der Transplantationsmedizin über Jahrzehnte entwickelt hat“, sagt er.

Trotz der Fortschritte muss Cellbricks auch einige Hürden überwinden: lange Genehmigungsprozesse, regulatorische Vorgaben, begrenzter Zugang zu Kapital. „In den USA dauert die Genehmigung einer Tierversuchsstudie sechs Wochen, bei uns gerne mal ein Jahr“, sagt Leutner. Dennoch will er den Standort Deutschland nicht aufgeben. „Wir versuchen, so lange wie möglich hier zu bleiben und idealerweise gelingt es uns, unseren Hauptsitz in Berlin zu halten.“ Leutner sieht in Deutschland nicht nur einen Forschungsstandort, sondern auch das Potenzial, ein Leitmarkt für regenerative Medizin zu werden. Die Voraussetzung dafür sei jedoch, dass sich die Entfaltungsmöglichkeiten positiv entwickeln.

Trotz persönlicher Auszeichnung will der Cellbricks-CEO den Health-i Award nicht allein für sich reklamieren. „Das ist eine Auszeichnung, die unserem ganzen Team gehört“, sagt er. Die Cellbricks-Vision bleibt ehrgeizig – aber nicht abgehoben: Schritt für Schritt, von Fettgewebe über kleine Leberimplantate bis hin zu vollwertigen Organen. Was heute noch futuristisch klingt, soll morgen Leben retten.

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