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Anzeige - Health-i ist eine gemeinsame Initiative der Handelsblatt Media Group und der Techniker Krankenkasse. Die Inhalte dieser Seite wurden von Solutions by HMG produziert.

PreisverleihungHealth-i Awards 2025: Vorsorge fokussieren

Die zehnten Health-i Awards zeigen erneut die enorme Innovationsbandbreite deutscher Health-Tech-Start-ups: KI hilft immer öfter dabei, absehbare Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung zu entschärfen. 16.10.2025 - 16:34 Uhr
Die Gewinnerinnen und Gewinner der Health-i Awards 2025 mit ihren Laudatorinnen und Laudatoren. Foto: Marc-Steffen Unger

Hamburg/Düsseldorf. Was haben Kunst und Innovation gemeinsam? Ohne das passende Umfeld werden sie häufig übersehen. Die passende Anekdote dazu erzählt Health-i Jurorin Julia Neuen bei ihrer Laudatio für die Sieger der Health-i Awards 2025: Ein Weltklasse-Geiger, der Konzerthäuser füllt, spielt in einer U-Bahn-Station die schwierigsten klassischen Musikstücke auf einer gut vier Millionen Euro teuren Stradivari-Geige. Die Bilanz des Experiments, das im Jahr 2007 tatsächlich so stattfand: Nur einer von tausend Menschen, die vorbeigingen, erkannte den Geiger.

Health-i Awards 2025: gc diagnostics (Platz 1)

Schnell testen, schneller wissen, schneller handeln

Die Lehre daraus: „Selbst die größte Leistung wird übersehen, wenn sie uns im falschen Kontext begegnet“, sagt Neuen. „Mit der Health-i Initiative schaffen wir den richtigen Kontext für echte Pionierleistungen in der Gesundheitsversorgung - denn sie haben es alle verdient gesehen zu werden.“

Umdenken in der Versorgung nötig – und möglich

„Alle“, das sind im Fall der Health-i Preisverleihung die Top-10-Start-ups, die sich vor der Bekanntgabe der Gewinner noch einmal kurz den 220 geladenen Gästen in der Hamburger Factory Hammerbrooklyn präsentierten. Bereits seit 2016 bereitet die gemeinsame Initiative von Handelsblatt und Techniker Krankenkasse innovativen Lösungen aus dem Gesundheitsbereich eine Bühne, um ihre Entwicklung zu fördern.

Health-i Awards 2025: Inzipio (Platz 2)

Chirurgische Eingriffe besser planen

„Während es in der Anfangszeit schon herausragende Start-ups gab, war die qualitative Streuung noch recht hoch“, erinnert sich Jens Baas, Health-i Co-Initiator und Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. „Es gab aber durchaus auch Ideen, die keinerlei Realisierungschance hatten. Das hat sich geändert: Heute bewerben sich für die Health-i Awards fast nur noch gut aufgestellte junge Unternehmen mit hochwertigen Produkten oder Services. Das macht uns die Auswahl der Gewinner nicht einfacher.“

Health-i Awards 2025: admorai (Platz 3)

Gewebeproben schneller analysieren mit KI

Nicht nur das Start-up-Umfeld hat sich verändert; auch die Anforderungen an den Gesundheitsmarkt sind inzwischen andere als vor zehn Jahren. „Wir werden älter und leiden immer öfter an nicht übertragbaren Krankheiten wie Krebs“, sagt Dr. Ariel Stern. „Unser Gesundheitssystem berücksichtigt diese Entwicklung aber nicht ausreichend: Wir vergüten vor allem Versorgung, aber nicht Gesundheit.“ Die Professorin leitet am Hasso-Plattner-Institut den Fachbereich Digital Health, Economics & Policy und unterstützt die Health-i Initiative als wissenschaftliche Partnerin. Ihr Appell an Politik und Krankenkassen: „Vorsorge muss stärker in den Fokus rücken, um frühzeitige Therapieerfolge zu erzielen, anstatt spät und meist teuer zu behandeln.“

Die Gewinner der Health-i Awards 2025
Teil einer klugen Vorsorge, aber auch schneller Diagnosen, sind Schnelltests, die Health-i Gewinner gc diagnostics mit seinem „Igloo Pro Multireader“ in Laborqualität auswertet. Rund 90 Prozent aller Schnelltest auf Teststreifenbasis kann das Gerät auslesen und die Erkenntnisse digital und datenschutzkonform für Patient:innen, Ärzt:innen oder Apotheker:innen zur Verfügung stellen.

„Testen, wissen, handeln“, beschreibt gc-diganostics-Gründerin Janneke Lupp den Dreiklang, an dem sich das Team bei der Entwicklung orientiert hat. Mit dem „Igloo“ leistet die 2023 gegründete Business-Unit einen wichtigen Beitrag für die Vor-Ort-Gesundheitsversorgung, befand die Jury der Health-i Initiative und zeichnete gc diagnostics deshalb mit dem Health-i Award (Platz 1) aus.
Das Team von Inzipio belegt den zweiten Platz mit seiner Lösung, die Chirurg:innen die virtuelle Planung von Eingriffen in der Orthopädie oder Mund- und Gesichtschirurgie samt dafür nötiger Implantate oder Knochentransplantate erlaubt. Bisher werden solche Planungsprozesse meist von externen Dienstleistern übernommen. Inzipio bringt die Planung wieder zurück in die Hände der behandelnden Ärzt:innen.

„Kommunikationsprobleme zwischen Ingenieur:innen und Chirurg:innen gehören damit der Vergangenheit an“, sagt Tobias Pankert, Co-Founder von Inzipio. In Summe macht die Software die Planung bis zu 90 Prozent schneller und 50 Prozent günstiger. Patient:innen erhalten somit schneller Hilfe als bisher.
Um schnellere und bessere Ergebnisse geht es auch beim Drittplatzierten der Health-i Awards 2025, admorai. Das Start-up hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Gewebeproben, beispielsweise aus Biopsien, digital mit Hilfe von KI in wenigen Minuten einfärben lassen. Bisher wurden solche Proben ausschließlich chemisch eingefärbt. Das dauerte selbst bei automatischen Färbestraßen rund eine Stunde und hinterließ chemisch belastete Gewebeproben, die speziell entsorgt werden mussten. Dieses komplizierte Vorgehen gehört dank admorai nun der Vergangenheit an.

Allein in der DACH-Region steigt die Zahl der Proben laut admorai weiterhin an. Schon jetzt werden jährlich rund hundert Millionen Gewebeproben eingefärbt. Zusätzlich ist Pathologie-Personal immer schwerer zu finden. „Es bleibt im Prinzip keine Wahl: Disruptive Technologien wie unsere KI sind notwendig, um die flächendeckende Patientenversorgung auch in Zukunft aufrecht zu erhalten“, sagt Ali Eissing-Al-Mukahal, leitender Ingenieur bei admorai. Das Start-up bietet eine passende Lösung für dieses Problem, von der vor allem auch die Patient:innen profitieren: Unter anderem in der Krebsdiagnose sorgen schnellere pathologische Untersuchungen für einen früheren Therapiebeginn.

Nutzung fördern, nicht fordern

Damit Lösungen wie die der drei ausgezeichneten Start-ups auch in der Versorgung ankommen, gilt es, die wichtigsten Akteure mitzunehmen: die Mediziner:innen selbst. „40 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland haben ihre komplette medizinische Ausbildung vor dem ersten iPhone-Launch im Januar 2007 abgeschlossen“, sagt Dr. Ariel Stern. „Wir können nicht erwarten, dass diese Menschen gleich jede neue Technologie freudig annehmen. Sowohl die Anbieter als auch die Versorger müssen ihren Beitrag leisten, Wissenslücken zu schließen.“

Innovative Atmosphäre für innovative Ideen: Die Preisverleihung für die Health-i Awards hat in der Factory Hammerbrooklyn in Hamburg stattgefunden. Foto: Marc-Steffen Unger
2025 ist das Jubiläumsjahr der Health-i Initiative: Seit zehn Jahren küren Handelsblatt und Techniker Krankenkasse Innovationen, die die Gesundheitsversorgung in der Zukunft verbessern sollen. Foto: Marc-Steffen Unger
So sehen Siegerinnen und Sieger aus: Die Preisträger (Plätze 1-3) der Health-i Awards 2025 mit Vertreterinnen und Vertretern der Jury sowie mit dem Moderation-Duo des Abends. Foto: Marc-Steffen Unger
Alexander Leutner von Cellbricks erhielt den Sonderpreis als Health-Persönlichkeit des Jahres 2025. Cellbricks hat ein 3D-Druck-Verfahren für menschliches Gewebe entwickelt. Damit ist sogar das Drucken ganzer Organe denkbar. Foto: Marc-Steffen Unger
Jury-Mitglied und Laudator Fabian von Trotha (DvH Ventures, links) mit Ali Eissing-Al-Mukahal von admorai. Das Unternehmen färbt Gewebeproben digital per Künstlicher Intelligenz ein und spart damit in der Pathologie sowohl Zeit als auch Chemie zum physischen Einfärben von Proben ein. Platz 3 bei den Health-i Awards 2025. Foto: Marc-Steffen Unger
Juror und Laudator Michael Byczkowski (SAP, links) übergibt Tobias Pankert, Co-Founder von Inzipio Medical, die Trophäe für den zweiten Platz bei den Health-i Awards 2025. Das Start-up sorgt mit der Unterstützung von Künstlicher Intelligenz dafür, das Ärztinnen und Ärzte Operationen selbstständig in kurzer Zeit planen können, anstatt diese Planung von externen Dienstleistern vornehmen zu lassen. Eingriffe können auf diese Weise schneller stattfinden. Foto: Marc-Steffen Unger
Die Erstplatzierten bei den Health-i Awards 2025: das Team von goodscare. Das Start-up hat ein Gerät zur Auswertung aller gängigen Schnelltests, die auf Teststreifen beruhen, entwickelt. Die Genauigkeit liegt auf der von medizinischen Großlaboren. Die Health-i Jury sah darin unter den diesjährigen Bewerbungen den wirksamsten Beitrag zur besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten. Foto: Marc-Steffen Unger
Health-i im Doppelpack für DiaMonTech: Nach dem Sieg bei den Health-i Awards 2024 nimmt CEO Thorsten Lubinski mit seinem Team in diesem Jahr die Auszeichnung als Health-i All-Star entgegen. Die Health-i Community hat DiaMonTech, das ein Gerät zur nadelfreien Blutzuckermessung entwickelt hat, zum All-Star Start-up aus zehn Jahren Health-i gewählt. Foto: Marc-Steffen Unger
Innovationen im Schnelldurchlauf: Vor der Preisverleihung konnten die Besucherinnen und Besucher der Preisverleihung alle nominierten Start-ups im Elevator-Pitch erleben. Im Bild: Janneke Lupp, Gründerin von goodscare, bei ihrem Kurzvortrag. Foto: Marc-Steffen Unger
Netzwerk im Fokus: Zum Ausklang der Preisverleihung haben die Teilnehmenden die Chance zum regen Austausch genutzt.

→ Zum Artikel über die Preisverleihung wechseln Foto: Marc-Steffen Unger

Die Health-i Initiative trägt mit ihrer Funktion als Bühne und Kontaktfläche zu wichtigen Entscheider:innen im Gesundheitswesen ihren Teil dazu bei, Innovationen vom Pitch in die Praxis zu bringen. „Im inzwischen zehnten Jahr zeigen wir, dass Health-i ein kleines Ökosystem mit großer Wirkung ist“, sagt Kirsten Ludowig, stellvertretende Chefredakteurin des Handelsblatts. „Innovationen wie die hier gezeigten tragen dazu bei, dass mehr Menschen länger gesünder leben. Das sichert nicht zuletzt auch das Wachstum und den Wohlstand in Deutschland.“

Am Ende braucht es für Start-ups zwar keine Stradivari, aber eine entsprechende Bühne und eine wertvolle Community, um gehört zu werden und ihre Gesundheitslösung erfolgreich am Markt zu etablieren.

Die 2-Minuten-Health-i Umfrage:

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