Jobs: Wann Sie eine hohe Abfindung lieber ablehnen sollten
Berlin. Etwa 700.000 Euro betrug die Abfindung, die ein großer deutscher Versicherungskonzern seiner langjährigen Führungskraft anbot, damit er das Unternehmen verlässt. „Auf den ersten Blick eine hohe Summe“, sagt der Arbeitsrechtsanwalt Christoph Abeln, der den Manager juristisch berät. Dennoch riet er seinem Mandanten zur Vorsicht.
„Geraten Unternehmen in eine Schieflage, versuchen sie oft, altgediente und teure Manager über Abfindungsprogramme loszuwerden“, sagt der Anwalt, der in Berlin die Kanzlei Abeln betreibt. Der Pharmariese Bayer etwa machte Schlagzeilen, indem er seinen Mitarbeitern Abfindungen von bis zu 52,5 Monatsgehältern anbot.
Was erst mal nach einer riesigen Summe klingt, ist laut Abeln jedoch nicht immer eine gute Lösung für die, die gehen sollen. Denn eine Abfindung muss versteuert werden. Wechselt jemand nicht nahtlos in einen anderen Job, droht auch eine Sperre beim Arbeitslosengeld. Zudem können wichtige Rentenansprüche verloren gehen.
Rechtsanwalt Abeln, sein Kollege André Kasten und der Steuerberater Henry Scheel erklären, was Sie bei einer Abfindung beachten sollten, wann Sie ein Angebot besser ablehnen – und welche Optionen sich alternativ anbieten.