Betreuung: Diese Dax-Konzerne sind die attraktivsten Arbeitgeber für Eltern
Düsseldorf. Zum Jahresbeginn sorgte der Persil- und Pril-Hersteller Henkel für Schlagzeilen: Der Dax-Konzern führte eine achtwöchige, voll vergütete Elternzeit für Väter und Partner ein – und zwar für alle 47.750 Beschäftigten einheitlich weltweit. Das Unternehmen erntete dafür viel Lob.
In Deutschland profitieren davon vor allem Väter und Partner oder Partnerinnen. Denn für Mütter gibt es nach der Geburt eines Kindes einen achtwöchigen Mutterschutz, in dem sie von ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld sowie einen Zuschuss von ihrem Arbeitgeber bekommen. Sie erhalten in dieser Zeit demnach ihren vollen Lohn. Im Vergleich dazu beträgt das gesetzliche Elterngeld nur 65 Prozent des Nettolohns, höchstens aber 1800 Euro monatlich. Henkel stockt nun dieses Geld bis auf die Höhe des bisherigen Gehalts auf.
Henkels Vorstoß erntete auch deshalb so viel Zustimmung, weil die von der Ampelregierung im Koalitionsvertrag angekündigte 14-tägige „Familienstartzeit“ noch immer auf sich warten lässt – ebenso wie ausreichende, verlässliche Kinderbetreuungsplätze. Unternehmen sind demnach gut beraten, selbst gute Rahmenbedingungen für Eltern zu schaffen. So verschaffen sie sich einen Pluspunkt, um die immer knapper werdenden Fachkräfte zu gewinnen und auch zu halten.
Vor allem größere Unternehmen sind finanziell dazu in der Lage, die Rahmenbedingungen aufzubauen. Aus diesem Grund hat das Handelsblatt bei den 40 Dax-Konzernen nachgefragt, welche Unterstützung sie Eltern und solchen, die es werden möchten, anbieten. 35 der angefragten Konzerne haben geantwortet. Die Ergebnisse zeigen, welche Vereinbarkeitsleistungen inzwischen Standard sind – und wer als Vorreiter gilt.