Innovationsmanagement: Starre Strukturen und Scheuklappen: Fünf Gründe, warum Innovationen in Unternehmen scheitern
Die meisten Unternehmen realisieren in der Coronakrise innovative Projekte nicht.
Foto: Unsplash / Larkkid YangDüsseldorf. Gerade in Krisenzeiten dürstet es Deutschlands Wirtschaft nach Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen für die Zukunft. Vor allem pandemiegebeutelte Branchen wie Einzelhandel, Tourismus, Luftfahrt stehen unter Druck. Dabei wäre der Zeitpunkt für Veränderung eigentlich günstig. Denn oft braucht es einen Knall, damit das passieren kann, was der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter einst als „schöpferische Zerstörung“ beschrieb: eine innovative Neuordnung, die alte Strukturen verdrängt.
Doch Corona, so scheint es, hat in vielen Betrieben eher das Gegenteil bewirkt. So zeigt das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) auf Basis der Konjunkturumfrage des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dass die Innovationsaktivität in den meisten deutschen Firmen 2020 zurückging.
Für die Studie haben die Forscher bereits im September gut 1400 Unternehmen ab fünf Beschäftigten aus Informationswirtschaft und verarbeitendem Gewerbe befragt.
Am häufigsten klagten Entscheider über Verzögerungen von bereits gestarteten Initiativen. Viele Unternehmen mussten ihre geplanten Innovationsvorhaben komplett auf Eis legen – auch weil Umsatzeinbußen an den Forschungs- und Entwicklungsetats knabberten. Als Gründe für die verpassten Innovationschancen nannten die betroffenen Firmen am häufigsten äußere Umstände wie mangelnde finanzielle Ressourcen, die nachlassende Nachfrage, Lieferschwierigkeiten bei Materialien oder sogar fehlende Zugriffsmöglichkeiten auf relevante Daten im Homeoffice.