Job: So können sich Top-Manager in Survival-Camps stärken
Mainhardt. David Leichtle filetiert eine Birke. Mit geübten Schnitten trennt er ein dünnes Rechteck aus der Rinde eines umgekippten Baumstamms und zückt sein Feuerzeug. Sofort fängt der weiße Lappen Feuer und brennt, brennt, brennt.
„Das liegt daran, dass Birkenrinde ätherische Öle enthält“, sagt Leichtle. Sie nähren die Flammen, besonders, wenn man wie Leichtle mit der Messerspitze zarte Löckchen aus dem dünnen Bast der Rinde schabt. „Birke ist richtig geiler Zunder, Leute!“, ruft der 32-Jährige mit dem rotbraunen Bart. Sechs Männer mit schweren Wanderrucksäcken schauen fasziniert, zücken ihre Messer und skalpieren nun ebenfalls umgestürzte Birken.
Weil es regnen soll, suchen sie auf dem Weg zu ihrer Lagerstelle in einem Waldstück nahe Schwäbisch Hall große Mengen Anzündmaterial, mit dem man auch ohne Streichhölzer ein Lagerfeuer zum Knistern bringt: Birkenrinde, trockenes Waldgras und Harzbrocken, die die Männer von Stämmen kratzen.
Leichtle, ein ehemaliger Bundeswehr-Gebirgsjäger und nun Survivaltrainer beim Kursanbieter „Lebe die Wildnis“, wird den Teilnehmern an diesem Wochenende zeigen, was es außerdem braucht, um ohne Nahrung, Wasser und Zelt in der Natur zu überleben. Besonders, wenn es stürmt und regnet – wie in den kommenden Tagen.