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Jobsuche Nach diesen Arbeitgebern suchen Bewerber im zweiten Lockdown am häufigsten

Welche Jobs werden als Krisengewinner empfunden? Eine Auswertung der Stellenbörse Indeed nach den zuletzt gefragtesten Arbeitgebern gibt Aufschluss.
19.11.2020 - 06:00 Uhr Kommentieren
Bei den Suchanfragen boomen vor allem die Lebensmittelhändler.
Supermarkt-Mitarbeiter

Bei den Suchanfragen boomen vor allem die Lebensmittelhändler.

Düsseldorf In manchen Branchen sorgt die Coronakrise tatsächlich für Umsatzwachstum statt Einbußen. Das scheinen auch zunehmend Deutschlands Jobsuchende zu erkennen – und schauen explizit nach Stellenangeboten bei Profiteuren des besonderen Marktumfelds in der Pandemie, etwa Einzelhandel und Logistik.

Wie groß der Run auf die Gewinner-Branchen ist, zeigt eine neue Analyse der Jobbörse Indeed, die nach eigenen Angaben jeden Monat 250 Millionen Menschen weltweit für die Jobsuche nutzen. Das Indeed Hiring Lab hat in einer aktuellen Auswertung ermittelt, wie sich die Suchanfragen seit dem Start der verschärften Corona-Auflagen am 2. November im Vergleich zum Vormonatszeitraum entwickelt haben.

Die Analyse zeigt, dass Bewerber vor allem nach diesen Unternehmen suchen:

  • Lidl: plus 28 Prozent
  • DHL: plus 22 Prozent
  • Rewe: plus 17 Prozent
  • Deutsche Post: plus 15 Prozent
  • Edeka: plus 14 Prozent
  • Bundeswehr: plus 5 Prozent
  • Polizei: plus 4 Prozent
  • Amazon: plus 3 Prozent
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Standort erkennen

    Auffällig ist, dass mit Lidl, Rewe und Edeka gleich drei Lebensmittelkonzerne unter den meistgesuchten Unternehmen rangieren. „Die Jobsuchenden haben aus dem ersten Lockdown gelernt“, sagt Annina Hering, Ökonomin beim Indeed Hiring Lab. Während die Wirtschaft nahezu komplett heruntergefahren wurde, Restaurants und viele Ladenlokale schließen mussten, versorgten die Supermärkte die Republik weiter.

    Die Verlagerung der Jobsuchenden auf den Lebensmitteleinzelhandel sei vor diesem Hintergrund sinnvoll, betont Hering. Supermärkte nämlich suchten aktuell Personal und zögen Arbeitskräfte aus kriselnden Bereichen an.

    In den ersten beiden Novemberwochen habe die Anzahl der Indeed-Stellenausschreibungen im Bereich Einzelhandel um 1,3 Prozent zugenommen. Diese Beobachtung macht auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). So lasse sich beispielsweise eine Verlagerung von der Gastronomiebranche hin zum Lebensmittelhandel feststellen. „Jobsuchende folgen hier ein Stück weit auch der steigenden Nachfrage“, erläutert Indeed-Ökonomin Hering.

    Jobsuchende interessieren sich auch für Arbeitgeber, die stark in den Boom des Onlinehandels eingebunden sind. Neben Marktführer Amazon suchen viele Menschen nach Stellenangeboten bei der Deutschen Post und DHL. Die Postbetriebe erwarten zur Weihnachtszeit im Coronajahr einen Rekordzuwachs an Bestellungen – und rüsten personell stark auf.

    Sehnsucht nach Sicherheit

    „Insgesamt entwickeln sich damit mehrere Bereiche sehr positiv, die vom Onlinehandel profitieren. Jobsuchende gehen offenbar davon aus, dass wir hier nicht einen kurzfristigen Trend beobachten, sondern sich dieser Bereich auch nachhaltig positiv entwickeln wird“, so Hering.

    In Bundeswehr und Polizei tauchen zudem gleich zwei öffentliche Arbeitgeber in den häufigsten Suchanfragen auf. „Die Jobsuchenden sehnen sich verstärkt nach Sicherheit“, schließt Indeed-Ökonomin Hering daraus. Auch das sei als direkte Folge der Corona-Pandemie zu verstehen, während derer viele Arbeitnehmer um ihre Jobs bangen – oder ihn bereits verloren haben.

    Die wenigsten Bewerber suchen nach einem bestimmten Unternehmen, sondern filtern die Stellenanzeigen nach Branche oder Tätigkeitsfeldern. Um auch das abzubilden, hat Indeed die Entwicklung der allgemeinen Suchanfragen im Vormonatsvergleich analysiert. Dabei zeigt sich: Vor allem nach Jobs in der Gesundheitsbranche halten die Jobsuchenden Ausschau. Die Zahl der Suchanfragen stieg hier insgesamt um 44 Prozent.

    Auch der Trend zum mobilen Arbeiten bildet sich in den Suchanfragen deutlich ab. 18 Prozent mehr Jobsuchende filterten die Jobangebote danach, ob das Unternehmen Homeoffice anbietet.

    Mehr: Großer Gehaltsreport: In diesen Regionen bleibt den Deutschen das meiste Geld zum Leben.

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