Jobwechsel: Die sechs größten Stolperfallen für neue Führungskräfte – und wie man sie umgeht
Für einen erfolgreichen Start auf einer neuen Managementposition kommt es darauf an, möglichst schnell Wissen zu Kontakten, Kommunikation und Kultur zu bekommen.
Foto: ImagoDüsseldorf. Das Personalkarussell für Führungskräfte dreht sich trotz Pandemie: Noch immer verlassen Manager ihre Position freiwillig, weil sie befördert werden oder weil ein anderer Arbeitgeber sie mit einer spannenderen Aufgabe, mehr Perspektive oder üppigerem Gehalt lockt. Andere müssen sich eine neue Stelle suchen, weil ihr Unternehmen umstrukturiert oder angesichts der angespannten Wirtschaftslage spart.
Egal, wo die Gründe liegen: Wer eine neue Führungsposition antritt, muss schnell beweisen, was er kann. Egal ob Bereichsleiter, Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzender – maximal 100 Tage dauert die Schonfrist für Manager. Doch mit Expertise allein ist es nicht getan. Business- und Leadership-Coach Ines Thomas weiß: „Fachlich geeignet sind die Newcomer in der Regel, aber über den Erfolg im neuen Unternehmen entscheiden oft andere Faktoren.“
Zwei Experten nennen die sechs schlimmsten Stolperfallen bei der Stabübergabe und erklären, wie man sie geschickt umgeht. Dazu geben sie jeweils einen Tipp, um auf der neuen Managementposition besonders schnell durchzustarten.
Stolperfalle 1: Wissenstransfer
„Für eine neue Führungskraft ist die größte Hürde, sich aus vielen Puzzleteilen möglichst rasch ein differenziertes Bild zu erarbeiten“, weiß Raoul Nacke. Der Chef der weltweit tätigen Personalberatung Eric Salmon & Partners besetzt seit 20 Jahren Vorstands-, Geschäftsführer- und Aufsichtsratspositionen.