KI: So tricksen Bewerber mit ChatGPT bei McKinsey und PwC
Berlin. Wie viele Smarties passen in einen Smart? Was kostet der Kölner Dom? Wie viel Kilogramm Zahnpasta nutzen die Deutschen täglich? Fragen wie diese hat Tobias Langohr* zuhauf in seinen Bewerbungsgesprächen beantwortet. Langohr hat vor Kurzem sein Studium an einer deutschen Business School abgeschlossen und sucht nun nach einer Stelle als Unternehmensberater.
Sein Ziel sind die Top-Adressen der Branche: McKinsey, die Boston Consulting Group (BCG), Bain und Roland Berger. Die Beratungshäuser sind für ihre harten Auswahlverfahren bekannt: Tausende Bewerber kommen dort auf mehrere Hundert zu besetzende Stellen.
Viele der Topberatungen sieben zunächst mithilfe virtueller Tests oder Spiele aus. Erst danach geht es in die Bewerbungsgespräche. Tests und Interviews finden zunehmend virtuell statt. In Zeiten von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) greifen erste Bewerber dabei auf Tools wie ChatGPT zurück. Auch Langohr hat das Tool getestet. Das Handelsblatt wollte wissen, ob ChatGPT ihm und anderen zum Traumjob verhelfen kann, was Bewerber dazu über die KI-Tools wissen müssen und wie die Beratungen auf den KI-Einsatz in ihren Assessmentcentern reagieren.