Virtuelles Onboarding: Jobstart in Corona-Zeiten: So klappt die Einarbeitung von zu Hause aus
Victoria Bulanova kennt ihre Kollegen nur aus virtuellen Meetings. „Eine spezielle Situation“, sagt sie. Ihr Vorgesetzter Martin Schönfeld sagt: „Videoschalten machen es einfacher, die neue Kollegin zu unterstützen.“
Foto: Henkel/Bloomberg [M]Düsseldorf. Blumen zur Begrüßung gibt es keine. Auch auf den Handschlag muss Victoria Bulanova verzichten. Ihr erster Arbeitstag bei Henkel: An der einen Ecke im Meetingraum sitzt sie, ihr Vorgesetzter an der anderen. Den Laptop und das Handy schiebt er zu ihr herüber.
Das war am 1. April. Seitdem arbeitet die Kommunikationsfachfrau von zu Hause, ihre Kollegen sieht sie nur durch den Monitor – mitunter unscharf und verpixelt. „Das ist schon eine ganz spezielle Situation.“
Ganz ähnlich ergeht es Mario Fleiter. Den Firmencampus von Adidas hat er seit seinem Jobantritt noch nicht gesehen. Selbst den Laptop bekam er per Post. Eigentlich wollte Fleiter die künftigen Produkte des Sportherstellers testen, nun macht er kleinere Prüfungen zu Hause, ist damit vorerst zufrieden: „Ich bin froh, in der Krise überhaupt einen Job antreten zu können. Freunde von mir wurden gar nicht mehr eingestellt.“
Ungewöhnlich war auch der Start in den neuen Job von Massimo Monteleone. Zum Bewerbungsgespräch war er noch in den Büros des Softwareherstellers Avira gewesen. Seine Kollegen lernte er aber bislang nur virtuell kennen. „Es ist schon ein wenig komisch, dass ich anderthalb Monate im Job bin und noch keinen Kollegen persönlich getroffen habe“, sagt der Kundendienst-Mitarbeiter.