Wechseljahre: Was die Menopause für Frauen im Job bedeuten kann
Düsseldorf. Ricarda Peters konnte ihr 30-köpfiges Team mitreißen und begeistern. Sie arbeitete gern und „nahm die Extrameile“, wie sie sagt. Doch seit etwa zwölf Monaten ist sie, die Führungskraft in einem Dax-Unternehmen, nicht mehr die Alte. „Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich wieder die Alte werde.“
Peters ist 37 Jahre alt, versuchte ab Mitte 30, Kinder zu bekommen. Ihr Zyklus war da schon unregelmäßig. Sie schob es erst auf den Stress, ging schließlich zu ihrer Gynäkologin. Die bestätigte ihr, was sie schon längst vermutete: Sie ist in den Wechseljahren.
Peters, deren echter Name der Redaktion bekannt ist, leidet unter Depressionen, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen und unter Hitzewallungen. „Wenn einem im Meeting plötzlich die Schweißperlen an der Stirn herunterlaufen, wirkt es, als ob man nervös ist. Da wird einem als Frau gleich das Standing abgeschrieben.“ Doch am schlimmsten empfindet sie ihre viel tiefer liegende Belastungsgrenze. „Ich hatte das Gefühl, ich schaffe nichts mehr und habe an nichts mehr Freude.“