Gastkommentar: Wir lassen uns von Höcke nicht den Mund verbieten!
Björn Höcke, Vorsitzender der Thüringer AfD, kritisierte zuletzt das gesellschaftliche Engagement von Familienunternehmen, die sich gegen die AfD aussprechen. Er hoffe, dass diese Unternehmen in schwere wirtschaftliche Turbulenzen kommen, so Höcke wörtlich. Unternehmer sollten „die Klappe halten“, wenn es um Politik geht.
Doch wir lassen uns nicht den Mund verbieten!
Herr Höcke hat die Maske fallen lassen und zeigt, wie seine Partei mit Meinungen umgehen will, die ihm nicht gefallen. Seine Verwünschungen zeigen, wie wirtschaftsfeindlich die AfD ist: Denn wenn Unternehmen in schwere wirtschaftliche Turbulenzen geraten, sind immer auch die Beschäftigten vor Ort die Leidtragenden. Herr Höcke greift Familienunternehmen wie Miele, Fiege, Dräger, Sennheiser, Stihl und Boehringer an und damit gleichzeitig auch Hunderttausende Arbeitnehmer, die dort beschäftigt sind.
Thüringen und Sachsen stehen an der Abbruchkante zur wirtschaftlichen Katastrophe
Deutschlandweit stellen Familienunternehmen rund 57 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Jobs und 60 Prozent aller Ausbildungsplätze. Familienunternehmen sind in der Heimat verwurzelt, engagieren sich gesellschaftlich vor Ort. Wie unpatriotisch muss Björn Höcke sein – und das, obwohl sich die AfD gern als patriotische Partei schmückt –, wenn er Familienunternehmen, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, den wirtschaftlichen Niedergang wünscht.