Märkte Insight: Die Bankenkrise macht nur eine Pause

„Eine nachhaltige Lösung der Krise der kleineren US-Banken ist schwierig“, fürchtet Astrid Dörner, Handelsblatt-Korrespondentin in New York.
Foto: HandelsblattLange Zeit spielten die Aktien von US-Regionalbanken an den globalen Märkten allenfalls eine Nebenrolle. Nun dominieren weitgehend unbekannte Institute wie Pacwest, Zions Bancorp, Western Alliance die Stimmung an der Wall Street.
Nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Wochen zeichnet sich nun so etwas wie eine Stimmungswende ab. Thomas Lee, Gründer des Analysehauses Fundstrat, spricht von einer taktischen Rally, die am vergangenen Freitag begonnen hat und am Montag zum Handelsstart in New York weiter an Fahrt gewann.
Pacwest, eine regionale Bank aus Los Angeles, legte bis zum deutschen Abend unter heftigen Schwankungen noch einmal gut zwei Prozent zu, nachdem die Aktie am Freitag bereits um 82 Prozent gestiegen war.
In den Tagen zuvor war Pacwest einer der Favoriten der sogenannten Shortseller, die auf weitere Kursverluste wetten. Die Kursgewinne von Pacwest und anderen US-Regionalbanken stabilisierte die Märkte insgesamt leicht positiv.
Der Dax schloss kaum verändert bei 15.953 Punkten. Der US-Leitindex Dow Jones und der technologielastige Nasdaq-Index starteten leicht im Plus in den Handel, auch wenn sich im Handelsverlauf die Stimmung etwas eintrübte.