Märkte Insight: Trotz steigender Kurse: Turbulenzen halten weiter an
Vor allem der hohe Verlust von Bankaktien drückte den Dax am Freitag deutlich ins Minus.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Auf den ersten Blick könnte man fast denken, dass an den Märkten wieder Optimismus und Ruhe eingekehrt sind. Der deutsche Leitindex Dax gewann in der vergangenen Woche unter dem Strich immerhin 1,3 Prozent. In den USA legte der S&P 500 auf Wochensicht um knapp 1,4 Prozent zu. Doch dieser Eindruck täuscht. Das zeigen die heftigen Tagesschwankungen – vor allem in Deutschland und Europa.
So ging es allein am Freitag für den Dax in der Spitze um 400 Punkte beziehungsweise 2,6 Prozent nach unten, und das bei hohen Umsätzen. Schon machte deshalb das Wort vom Ausverkauf die Runde. Das galt noch mehr für die Aktien von Banken. Die Aktien von Deutscher Bank brachen zeitweise um fast 15 Prozent, die der Commerzbank um mehr als zehn Prozent ein.
Dabei ist die Lage besser als noch vor zwei Wochen: Die Notübernahme der schweizerischen Credit Suisse durch die UBS ist geglückt, die Pleiten der Silicon Valley Bank und der Signature Bank treffen zwar Aktionäre, aber nicht die Einlagen der Kunden. Das wie die Silicon Valley und die Signature Bank bis vor Kurzem wenig bekannte US-Regionalinstitut First Republic Bank bekam von großen US-Banken eine Finanzspritze über 30 Milliarden Dollar.