Kommentar: 100.000 Euro für IT-Entwickler? Unternehmen sollen eine Obergrenze für Tech-Gehälter setzen
Die Löhne werden weiter steigen.
Foto: unsplashProvokante Frage: Brauchen wir eine Obergrenze bei IT-Gehältern? Provokante Antwort: Ja. Und das hat wenig mit Gehaltssozialismus zu tun. Denn solche Grenzen gibt es längst – in Konzernen heißen sie Gehaltsbänder, und sie sollen Fairness bei der Vergütung sicherstellen.
Mit Betonung auf „sollen“, denn: Bei ITlern werden diese Grenzen regelmäßig aufgeweicht – weil man anders offenbar keine Leute findet. So geht aus Daten der Unternehmensberatung Willis Towers Watson hervor, dass schon jetzt 60 Prozent der Unternehmen hierzulande IT-Fachkräfte über den Median bezahlen. Gehaltsgefüge? Doch nicht für Tech-Experten.
Große Unternehmen können dieses Spiel freilich mitspielen. Kleine und mittelständische Unternehmen haben dagegen ein handfestes Problem: Für sie ist jeder weitere 100.000-Euro-Entwickler eine harte Entscheidung – für oder gegen die eigene digitale Transformation.
IT-Gehaltsblase: Große Tech-Konzerne treiben die Gehälter weiter
Und diese Entscheidung wird künftig noch härter. Denn die Gehälter im Silicon Valley steigen schon wieder. Treiber sind erneut die Großen: Amazon, Microsoft, Apple. Vergütungsexperten prognostizieren schon jetzt eine Sogwirkung, die bis nach Deutschland reicht. Diese dürfte dafür sorgen, dass die ohnehin schon obszön hohen IT-Gehälter noch weitere Höhenflüge nehmen.