Goldpreis: Wetten mächtiger Investoren zeigen Misstrauen gegenüber Trump

Die Entscheidung, in Gold zu investieren, ist oft auch ein politisches Statement. Wer dem Währungssystem, der Regierung oder dem Wirtschaftssystem misstraut, kann mit der Krisenwährung im Portfolio besser schlafen.
Dass Gold seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump bereits fünfmal ein neues Rekordhoch erreicht hat, zeigt also: Der Markt misstraut dem US-Präsidenten.
Kurzfristige Preisbewegungen werden zwar nicht von Privatanlegern verursacht, die aus persönlichen Ängsten Gold kaufen. Die größeren Goldvolumina werden am Terminmarkt gehandelt, wo Vermögensverwalter ihre Wetten abschließen. Doch auch diese glauben offenbar nicht an eine positive Entwicklung der Wirtschaft. Denn an der New Yorker Börse Comex hat das Volumen der Long-Positionen, mit denen Investoren auf steigende Preise wetten, Höchststände erreicht.
Was die institutionellen Investoren nervös macht: Trumps Zollpolitik. Denn selbst wenn US-Zölle auf Importe die heimische Wirtschaft kurzfristig stärken – langfristig führen Markteingriffe wie Zölle zu Effizienzverlusten, weil Preise verzerrt werden. Ein günstiger ausländischer Produzent verliert aufgrund der künstlichen Verteuerung Aufträge zugunsten eines teureren Produzenten aus dem Inland.