KI: Nvidia ist bärenstark – aber ein ungutes Gefühl macht sich breit

Bei Nvidia reiht sich Erfolg an Erfolg. Gründer Jensen Huang führt ein Unternehmen, das im laufenden Geschäftsjahr mehr Gewinn erzielt, als AMD und Intel gemeinsam an Umsatz schaffen. Auch die jüngsten Quartalsergebnisse sind bärenstark. Wenn Huang mit seiner Prognose recht behält, geht es 2026 genauso weiter.
Eine KI-Blase sei nicht zu erkennen, behauptet der 62-Jährige. Vielmehr stünden die besten Zeiten bei Nvidia erst bevor – mit noch viel höheren Umsätzen und Gewinnen. Dabei landet heute schon fast jeder dritte Dollar, den die Chipindustrie rund um die Erde verbucht, in der Kasse der Kalifornier.
Dass die Firma das Tempo hält, ist unmöglich. Dafür ist Nvidia viel zu groß. Dazu kommt: Schon jetzt muss Huang zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um den hohen Erwartungen gerecht zu werden. So beteiligt sich der Unternehmer mit vielen Milliarden an einigen der aussichtsreichsten Kunden, darunter die KI-Firmen OpenAI und Anthropic.
Noch mehr zu schaffen machen dürfte Huang aber die Tatsache, dass künftig nicht mehr ausschließlich die Entwicklung der leistungsstarken KI-Modelle im Fokus stehen wird. Vielmehr werden die Unternehmen weltweit in großem Stil KI nutzen. Auch wird die KI immer häufiger direkt in Smartphones, in Laptops und in Autos eingesetzt. Dafür braucht es aber ganz andere Chips.