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Kommentar Der Brexit kann die Aktionäre kalt lassen

Die Angst vor einem ungeordneten Brexit wächst erneut. Aktionären muss der Brexit aber keine Angst machen, er kann sogar Chancen bieten.
08.09.2020 - 18:13 Uhr Kommentieren
Brexit kann Aktionäre kalt lassen Quelle: AFP
Flaggen von EU und Großbritannien

Ein ungeregelter EU-Austritt Großbritanniens hätte schwere Folgen für den Handel.

(Foto: AFP)

Nun verhandeln sie wieder um den Brexit – und die Stimmung dürfte dem Namen des britischen Unterhändlers ähneln. Der heißt David Frost. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson droht, die Gespräche in London ohne ein neues Abkommen zu verlassen. Politiker aus der EU wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz warnen vor „übersteigerten Hoffnungen auf ein Abkommen“ und davor, dass „ein ungeordneter Brexit für Europa nicht gut, für Großbritannien ein Desaster wäre“.

Ein fehlendes Anschlussabkommen zum 1. Januar, wenn das Ex-EU-Land Großbritannien nicht mehr Teil des Binnenmarktes und der Zollunion sein wird, hätte gravierende Folgen für den Handel zwischen Insel und Kontinent.

Kein Wunder, dass das britische Pfund zum Euro seit Tagen schwächelt. Und am Geldmarkt wetten Investoren auf negative britische Leitzinsen im Land, weshalb die Rendite der zweijährigen Staatsanleihe auf ein Rekordtief gesunken ist.
Aktionären muss der Brexit aber keine Angst machen, er kann sogar Chancen bieten.

Ein Blick zurück zeigt: Während das Pfund an Wendepunkten der Brexit-Geschichte anhaltend unter Druck geriet, zuckten die Aktienmärkte nur kurz. Nach dem überraschenden Votum für den Ausstieg aus der EU am 23. Juni 2016 sackten die Aktienkurse international zwar zweistellig ab. Doch ein Vierteljahr später lagen wichtige Indizes wieder klar im Plus. Und dass die damalige Premierministerin Ende 2018 mit ihrem Austrittsdeal scheiterte, Mitte 2019 zurücktrat, um Johnson Platz zu machen, bewegte auch die britischen Aktienkurse wenig.

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    Auch am Devisenmarkt hoffen Investoren noch, dass sich die Kontrahenten einigen – die Ausschläge von Pfund-Termingeschäften liegen laut Strategen nicht auf „Hard Brexit“-Niveau. Doch die Gefahr, dass der Wechselkurs deutlich absackt, wenn die Verhandlungen stocken, ist nicht gebannt.

    Bei großen britischen Aktien sieht es anders aus: 70 Prozent der Gewinne großer Firmen aus dem FTSE 100 werden im Ausland erwirtschaftet – ein Konjunktureinbruch durch einen harten Brexit dürfte ihr Geschäft eher wenig beeinträchtigen, ein schwächeres Pfund macht ihre Produkte im Ausland sogar attraktiver. Zudem sind die Papiere mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,5 auf Basis erwarteter Gewinne für 2021 billiger als der deutsche Dax oder der europäische Stoxx Europe 50 mit gut 15. Das politische Gerangel tangiert Aktienanleger also wenig.

    Mehr: Wie der britische Premier seinen Brexit durchsetzen will.

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