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Kommentar Der neue Mut der US-Banken

Die Übernahme des Finanzbrokers E-Trade durch Morgan Stanley läutet die Renaissance großer Finanzdeals ein – zumindest in den USA.
22.02.2020 - 16:33 Uhr Kommentieren
Die US-Bank wagt die größte Übernahme in der Branche seit der Finanzkrise. Quelle: Reuters
Das Hauptquartier von Morgan Stanley in New York

Die US-Bank wagt die größte Übernahme in der Branche seit der Finanzkrise.

(Foto: Reuters)

Gelingt die von Morgan-Stanley-Chef James Gorman angezettelte Übernahme des US-Onlinebrokers E-Trade, wäre es der größte Zukauf einer amerikanischen Bank seit der Finanzkrise. Der 13 Milliarden Dollar schwere Deal ist ein Indiz dafür, dass größere Übernahmen in der Finanzbranche wieder salonfähig werden.

Dafür gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen. Der erste: Die US-Banken können es sich dank solider Gewinne und robuster Aktienkurse wieder leisten, auf Einkaufstour zu gehen. Hinzu kommt: Die gesamte Branche steckt mitten in einem tief greifenden Strukturwandel, für den die Digitalisierung verantwortlich ist. Für die Geldhäuser gilt es, völlig neue Fähigkeiten zu entwickeln oder sich diese Fähigkeiten eben durch Zukäufe zu sichern.

Gleichzeitig werden ganze Märkte neu verteilt. Ein Beispiel dafür sind die Onlinebroker in den USA. Neue aggressive Spieler haben einen mörderischen Preiskrieg losgetreten, der gleich mehrere Übernahmen ausgelöst hat. Schließlich zwingen Digitalisierung und Regulierung die Banken dazu, ihre Geschäftsmodelle zu justieren. Morgan Stanley ist ein Beispiel dafür. Langsam, aber sicher verwandelt sich die Investmentbank in einen Vermögensverwalter. Goldman Sachs, der Inbegriff der Investmentbank, bewegt sich in eine ähnliche Richtung.

Im Prinzip gelten die gleichen Argumente auch für Europa – allerdings mit zwei entscheidenden Unterschieden. Die europäischen Banken stehen nach den Erschütterungen der Finanzkrise noch lange nicht so robust da wie die Konkurrenten aus den USA. Und: Trotz der Ansätze einer Bankenunion gleicht der Finanzmarkt in der Währungsunion noch immer einem Flickenteppich.

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    Irgendwann wird auch Europa reif sein für größere Übernahmen in der Bankenbranche. Aber bis es so weit ist, wird es noch eine Weile dauern. Das bedeutet, dass der Vorsprung, den die großen US-Banken nach der Finanzkrise herausgeholt haben, weiter wachsen wird.

    Mehr: Europas Banken liegen weit hinter den Geldhäusern in den USA zurück

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