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Kommentar Der Neustart ist für die Gastronomie kein Grund zum Feiern

Die teilweise Öffnung von Restaurants droht für viele Wirte zum Verlustgeschäft zu werden. Sie brauchen schnell einen Rettungsschirm.
08.05.2020 - 08:04 Uhr 1 Kommentar
Die Gastronomie wird wegen Corona noch sehr lange mit starken Beschränkungen leben müssen. Quelle: dpa
Restaurant in Thüringen

Die Gastronomie wird wegen Corona noch sehr lange mit starken Beschränkungen leben müssen.

(Foto: dpa)

Nach acht Wochen Zwangsschließung dürfen Gastronomen bald wieder Gäste empfangen und nicht nur außer Haus liefern. Doch die Freude der Wirte ist verhalten. Wohl keiner hat die Sektkorken knallen lassen. Eine Teilöffnung fürchten Gastronomen fast noch mehr als den kompletten Shutdown. Denn wegen der strengen Abstandsregeln müssen viele Tische leer bleiben. Die Folge: Es werden wohl nur 30 bis 50 Prozent des normalen Geschäfts möglich sein.

Hinzu kommt: Viele Gäste dürften fernbleiben – denn die Verunsicherung ist groß. Kellner mit Mundschutz und Desinfektionsspray in der Hand, abgesperrte Tische und halbleere Lokale verlocken nicht unbedingt zum ausgiebigen Speisen. Die Angst vor dem Virus wird noch lange mit am Tisch sitzen.

Außerdem fallen die wichtigsten Einnahmequellen von Restaurants weiterhin weg: Messegäste und ausländische Touristen, große Familienfeste und Firmenfeiern. Mit wenigen Gästen lassen sich die Verluste der letzten Wochen nicht wieder wettmachen. Deshalb will so mancher Wirt lieber gar nicht aufmachen und seine Belegschaft in Kurzarbeit lassen. Dort sind zurzeit 95 Prozent der Festangestellten in der Gastronomie geparkt. Kaum mehr vorstellbar, dass vor acht Wochen noch akute Personalnot in der Branche herrschte.

Was die Gastronomie jetzt parallel zur Öffnung dringend braucht, sind schnelle und unbürokratische Finanzhilfen. Schließlich ist die Branche unverschuldet in Not geraten. Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen von 19 auf sieben Prozent ab Juli für ein Jahr ist ein wichtiger Schritt. Doch sie kommt etwas zu spät und hilft nur bedingt, wenn wenig Umsatz hereinkommt.

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    Vielversprechend klingt ein von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier angedachter „Härtefallfonds“, der Fixkosten je nach Umsatzausfall bezuschusst. Die Politik sollte nicht vergessen, dass Gaststätten immerhin 1,5 Millionen Menschen Arbeit geben. Das sind sogar mehr als die 833.000 Beschäftigten in der so verhätschelten Automobilbranche.

    Doch alle Hilfen nutzen wenig, falls eine zweite Welle der Pandemie anrollt. Dann ließe sich eine riesige Insolvenzwelle in der Gastronomie nicht mehr stoppen.

    Mehr: Die Hotelkrise ist trotz der ersten Lockerungen noch lange nicht vorbei

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Der Neustart ist für die Gastronomie kein Grund zum Feiern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Als die Restaurants geschlossen waren, wurde gemeckert.
      Jetzt sind sie teilweise geöffnet wird weiter gemeckert.

      Einige verwechseln die GROKO und Deutschland mit dem Schlaraffenland.

      Jeder der wieder arbeitet, wird die Rechnung begleichen.
      Ohne Ausnahmen werden auch Sozialschwache und Rentner die Rechnungen betahlen müssen.

      Nur weiter so!

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