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KommentarWarum Verbrenner auch mit E-Fuels keine Zukunft haben

Besonders den Deutschen fällt der Abschied von Benzin und Diesel schwer. Emotional ist das nachvollziehbar, mit Vernunft hat das aber nichts zu tun.Christoph Herwartz 27.02.2023 - 07:31 Uhr Artikel anhören

Die meiste Energie in Verbrennungsmotoren wird in Wärme umgewandelt, nur ein kleiner Teil in Bewegung.

Foto: dpa

Für die EU-Kommission ist das Aus des Verbrenner-Pkw längst beschlossene Sache – und auch der Verbrenner-Lkw wird zur Ausnahmeerscheinung werden. Aber bis es so weit ist, werden noch zähe Debatten geführt. Gerade die deutschen Partien CDU, CSU und FDP stemmen sich dagegen, worüber sich einige Fraktionskollegen im Europaparlament inzwischen sogar lustig machen.

Fest steht: Nimmt Europa seine Klimaziele ernst, bleibt keine Alternative zu dieser kategorischen Politik. Die Klimaziele sind keine Spinnerei von linken Aktivisten, sondern ein von einer breiten Mehrheit der Parlamente und Regierungen beschlossenes Gesetz, bestätigt und mit zusätzlichem Nachdruck versehen vom Bundesverfassungsgericht.

Und es ist machbar, wenn erstens konsequent in Wind- und Solarstrom investiert wird und wenn zweitens die erzeugte Energie so effizient genutzt wird wie eben möglich. Und auf diesen zweiten Punkt kommt es an bei der Frage, ob Verbrennungsmotoren eine Zukunft haben.

Einsparpotenzial beim Verbrennungsmotor sehr groß

In keinem Sektor ist es so schwer, den Energieverbrauch spürbar zu senken, wie im Verkehr. Ein tonnenschweres Gefährt auf 100 Stundenkilometer zu beschleunigen, kostet sehr viel Energie. Zwar sind Verbrennungsmotoren heute effizienter als noch vor 20 Jahren. Aber dafür wird auch mehr gefahren und die Autos sind immer größer geworden.

Das Einsparpotenzial ist dort besonders groß. Die meiste Energie wird nämlich nicht dazu verwendet, das Fahrzeug zu beschleunigen. Sie heizt stattdessen einen Stahlblock auf, der dann wieder aufwendig mit Wasser abgekühlt werden muss. Für den Vortrieb bleibt weniger als ein Drittel der Energie übrig. Das ist mit E-Fuels nicht anders als mit Benzin und Diesel.

Bei allem Respekt für die Ingenieurleistungen, die in das Wunderwerk Verbrennungsmotor geflossen sind – und bei allen Nachteilen, die Elektroautos, Wasserstoffantriebe und die Batterieproduktion mit sich bringen: Diese Verschwendung muss ein Ende haben.

Erstpublikation: 15.02.2023, 16:37 Uhr.

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