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KommentarDer Twitter-Hack zeigt: Unternehmen müssen raus aus der Blase

Das soziale Netzwerk bekommt die Sicherheitsprobleme nicht in den Griff. Nicht nur hier wäre ein Blick über die Branche hinaus ratsam.Ina Karabasz 16.07.2020 - 13:37 Uhr

Und täglich grüßt der Twitter-Hack: Immer wieder werden Accounts von Politikern und Prominenten von Kriminellen, Aktivisten oder böswilligen Spaßvögeln gekapert.

Unvergessen der Hack des Accounts der Nachrichtenagentur AP im Jahr 2013. Eindringlinge verkündeten darüber, im Weißen Haus habe es zwei Explosionen gegeben und Barack Obama sei verletzt worden, was kurz zu Wirbel an den Aktienmärkten führte. Das Problem bei Twitter ist also lange bekannt.

Trotzdem wurden am Mittwoch erneut zahlreiche Konten von Prominenten wie Elon Musk oder Jeff Bezos gehackt. Sie alle versprachen plötzlich, 1000 Dollar verdoppeln zu können, wenn man das Geld an eine bestimmte Bitcoin-Adresse schickt.

Nun hat der US-Anbieter in der Vergangenheit einiges getan, um solche Vorfälle zu verhindern. So bietet Twitter eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Log-in an, was die Sicherheit schon einmal deutlich erhöht.

Und der Fairness halber muss gesagt sein: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo. Gute Hacker finden irgendwann, irgendwo ein Loch – aber die Unternehmen sollten es ihnen so schwer wie möglich machen.

Dafür ist es elementar, nach Lösungen für das Problem auch außerhalb der eigenen Blase zu suchen. Etwa bei anderen Branchen, die vielleicht ebenfalls Erfahrung mit Betrug haben: Banken zum Beispiel.

Um Kreditkartenbetrug vorzubeugen, schicken einige ihren Kunden immer sofort eine SMS, wenn ein Umsatz getätigt wurde. So können diese sofort einschreiten, wenn etwas nicht stimmt. Das könnte Twitter zumindest als Angebot versuchen. So eine Art Zwei-Faktor-Authentifizierung bei jedem Tweet, für die, die es möchten.

Auch das wird Hacks nicht ganz verhindern können. Es ist in der Vergangenheit Kriminellen bereits gelungen, die Telefonnummern ihrer Opfer auf ihr eigenes Telefon umzuleiten. Aber es würde die Hürde für Angreifer noch ein bisschen höher legen.

Und es müssten ja auch nicht unbedingt SMS-Warnungen sein, es könnten auch andere Dienste sein. Einige Unternehmen kommunizieren mit Kunden etwa über WhatsApp.

Klar ist: Ideen und Inspiration finden sich oftmals außerhalb der eigenen Branche. Das gilt nicht nur für Twitter. Viele beschäftigen sich mit sich und den Wettbewerbern, lesen den eigenen Pressespiegel, die eigenen Branchenzeitungen und unterhalten sich meist untereinander.

Interessant wird es aber, wenn man darüber stolpert, das andere Firmen aus andere Bereichen ähnliche Herausforderungen haben – und wie sie die angehen.

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