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KommentarDie KI-Bots im US-Wahlkampf sind ein Angriff auf die Demokratie

In den USA übernehmen jetzt KI-Bots den Job der Telefon-Wahlkämpfer. Das könnte Politiker und Wähler weiter entzweien.Luisa Bomke 29.01.2024 - 18:21 Uhr
Die Kongress-Kandidatin Shamaine Daniels von den Demokraten setzt im US-Wahlkampf bereits einen KI-Bot ein. Foto: AL DÍA News/Getty Images

Jeder hat schon einmal einen Kandidaten oder eine Kandidatin gewählt, weil er sie kannte oder persönlich mit ihnen gesprochen hat – zumindest in Lokal- und Regionalwahlkämpfen. Wir werden mitgezogen von ihrem Charisma und der persönlichen Ansprache.

Bei Wahlen gewinnt nicht die Partei mit dem besten Wahlprogramm. Es gewinnt der Kandidierende, der die Wählenden von sich überzeugen und somit für seine Partei gewinnen kann. Das gilt auch für die US-Präsidentschaftswahl in diesem Jahr.

Doch gerade den persönlichen Austausch mit den Kandidierenden könnte es schon bald nicht mehr geben. In den USA ersetzt bereits der KI-Bot „Ashley“ die Arbeit Tausender Telefonwahlkämpfer. Das könnte die Demokratie, wie wir sie kennen, dauerhaft gefährden.

KI droht den persönlichen Austausch zu ersetzen

Was bewegt die Wähler? Womit sind sie unzufrieden? Traditionell haben in den USA Telefonwahlkämpfer diese Ängste und Meinungen eingefangen und versucht, die Wählenden für ihren Kandidaten zu gewinnen.

Zwar ist es „Ashley“ durch Künstliche Intelligenz auch möglich, persönliche Daten und Meinungen der Wähler in die Gespräche einfließen zu lassen, persönliche Kontakte zum Kandidierenden oder seinen Wahlkämpfern kann der Bot aber nicht imitieren. So werden während der Wahlen Millionen von Wählerinnen und Wählern in Pennsylvania mit dem KI-Bot gesprochen haben, aber nicht mit der Kandidatin, für die „Ashley“ wirbt – der Demokratin Shamaine Daniels.

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Hinzu kommt, dass die Antworten der Bots von einer maschinell klingenden Stimme vorgetragen werden statt von einem enthusiastischen Wahlkämpfer. Es könnte Politik und Wähler in den USA noch weiter auseinandertreiben, wenn sich die Politiker im ohnehin gespaltenen Amerika nicht mehr direkt mit der Meinung der Wähler auseinandersetzen müssten.

Dass Wahlkämpfer durch KI ersetzt werden, ist eine Entwicklung, die auch für Deutschland gefährlich werden könnte – eiferten die hiesigen Politiker doch immer der amerikanischen Wahlkampfführung nach.

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