Kommentar: Die Lage an den Märkten bleibt brandgefährlich

Drei Tage ist es her, dass Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses den Tag der Befreiung für die US-Wirtschaft gefeiert hat. Doch statt blühender Börsenlandschaften gibt sich der Blick auf ein Schreckensszenario frei.
Der US-Aktienleitindex S&P 500 brach am Freitag noch einmal um mehr als sechs Prozent ein. Seit Donnerstag addieren sich die Verluste auf mehr als zehn Prozent, das größte Minus seit fünf Jahren. Die Technologiebörse Nasdaq sackte innerhalb von zwei Tagen um mehr als elf Prozent ab. Seit dem letzten Rekord im Februar summieren sich die Verluste auf rund 22 Prozent.
Das heißt, die US-Tech-Werte, lange Treiber des Aufschwungs an der Wall Street, stecken jetzt in einem „Bärenmarkt“. Kursverluste von mehr als 20 Prozent waren in der Börsenhistorie oft der Auftakt zu einer längeren Schwächephase.
Die entscheidende Frage lautet jetzt: Haben wir am Freitag den Höhepunkt des Ausverkaufs erlebt, oder setzt sich der Kursrutsch in den kommenden Tagen fort? Selbst professionelle Analysten und Marktstrategen tun sich ausgesprochen schwer mit einer Antwort, deshalb wäre es vermessen, an dieser Stelle eine seriöse Prognose abzugeben.