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KommentarDie neue Dimension der Cyberkriege gegen Banken ist ein enormes Risiko

Hackerangriffe gefährden das Finanzsystem. Die Gefahren sind groß – auch weil hinter den Attacken nicht nur Kriminelle, sondern auch Spione stecken.Michael Maisch 08.01.2020 - 18:36 Uhr

Cyberattacken können zur Gefahr für die Stabilität des Finanzsystems werden.

Foto: dpa

Keine andere Branche wird so häufig von Cyberkriminellen attackiert wie Finanzunternehmen. Vor allem Banken müssen sich gegen ein regelrechtes Dauerfeuer von Angriffen aus dem Netz wehren.

Die gute Nachricht lautet: Bislang schlagen sich die deutschen Geldhäuser im zermürbenden Abwehrkampf gegen die Hacker recht wacker. Wenn die Verbrecher mit ihren virtuellen Einbruchsversuchen doch einmal die Sicherheitssysteme überwinden, dann geht es meist um vergleichsweise bescheidene Summen.

Aber natürlich gibt es auch eine schlechte Nachricht, und die lautet: Eine einzige erfolgreiche spektakuläre Attacke könnte ausreichen, um das gesamte Finanzsystem zu erschüttern. Sollte in großem Stil Geld von den Konten einer bedeutenden Bank verschwinden oder wären die Systeme eines größeren Instituts gelähmt, dürfte es ziemlich schwierig werden, allgemeines Chaos zu verhindern.

Der Grund dafür: Die Banken sind untereinander immer enger verknüpft, außerdem wickeln die Geldhäuser Zahlungen und andere Geschäfte immer schneller ab. Im Prinzip machen diese Entwicklungen das Leben der Kunden leichter und bequemer, der Fortschritt hat allerdings die unerwünschte Nebenwirkung, dass sich Probleme an einem Punkt des Netzwerks mit enormer Geschwindigkeit im gesamten System verbreiten können.

Dazu kommt, dass Cyberkriminelle und Cyberspione immer raffinierter und geduldiger werden. Sie schleichen sich auf immer neuen Wegen in die Netzwerke ein, erkunden sie oft monatelang, bevor sie dann den eigentlichen Angriff starten.

Aber nicht nur die Methoden, auch die technischen Mittel der Hacker werden immer raffinierter. Zwischen Banken und den Angreifern aus dem Cyberspace tobt eine Art technologisches Wettrüsten. Dieser Wettlauf wird für die Geldhäuser immer schwieriger zu gewinnen. Auch weil hinter den Attacken längst nicht immer kriminelle Energie und Habgier stecken.

Eine Analyse der amerikanischen Carnegie-Stiftung kommt zu dem Schluss, dass für mehr als ein Viertel der seit 2007 registrierten Hackerattacken letztlich Staaten verantwortlich waren.

Für die Stabilität des Finanzsystems dürften solche staatlich gelenkten Angriffe am Ende ein sehr viel größeres Risiko darstellen als simple virtuelle Banküberfälle und Lösegelderpressungen – mit potenziell verheerenden Folgen. Denn durch Cyberterrorismus und Cyberkriegsführung gegen Banken und andere Finanzkonzerne lassen sich ähnlich furchtbare Schäden anrichten wie durch Hackerattacken auf andere lebenswichtige Infrastruktursysteme wie beispielsweise die Energieversorgung.

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