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Kommentar Die USA brauchen einen Versöhner an ihrer Spitze

Die Proteste offenbaren die tiefen Gräben in der amerikanischen Gesellschaft. Donald Trump hat kein Interesse daran, sie zu überwinden. Das müssen andere tun.
01.06.2020 - 18:10 Uhr 1 Kommentar
Der US-Präsident versucht durch gezielte Provokationen von seinen eigenen Fehlern abzulenken. Quelle: Reuters
Donald Trump

Der US-Präsident versucht durch gezielte Provokationen von seinen eigenen Fehlern abzulenken.

(Foto: Reuters)

Die USA sind ein zutiefst gespaltenes Land. Das war schon vor der Coronakrise so. Die Pandemie hat diese Spaltung aber wie unter einem Brennglas für alle sichtbar gemacht.

Afroamerikaner sterben überdurchschnittlich oft an dem Virus. Sozial Schwache arbeiten in Jobs, in denen Heimarbeit und räumliche Distanzierung nicht möglich ist. Millionen von Menschen in den USA sind vom Gesundheitssystem ausgeschlossen.

Da brauchte es nur einen Anlass, der die aufgestaute Wut über diese Kluft ausbrechen ließ. Es war der Tod des Afroamerikaners George Floyd wegen übertriebener Polizeigewalt. Dieser Tod ist so symbolisch wie symptomatisch – und deswegen blieb die Empörung nicht auf Minneapolis beschränkt. Die Wahrscheinlichkeit, durch Polizeigewalt ums Leben zu kommen, ist in den USA für Menschen mit schwarzer Hautfarbe zweieinhalb Mal so hoch wie für Weiße.

Donald Trump ist in diesem gespaltenen Land alles andere als ein Versöhner. „Wenn die Plündereien starten, startet die Schießerei“, twitterte der US-Präsident als Antwort auf die Entrüstung in Minneapolis.

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    Er kann nicht anders. Seine polemische Politik der Spaltung hat den Immobilienmanager bis ins Präsidentenamt gehievt. Nun, vier Monate vor der nächsten Präsidentschaftswahl, ist es Trumps Strategie, durch Provokation von seinen vielen Fehlern im Amt abzulenken und die Wiederwahl zu schaffen.

    „Gewalt bringt niemals andauernden Frieden“, urteilte vor mehr als einem halben Jahrhundert Bürgerrechtler Martin Luther King. Sie löse keinen sozialen Konflikt. „Sie schafft nur neue und kompliziertere.“ Die Worte sind heute noch genauso wahr. Deshalb ist es gut, dass George Floyds Sohn die wütenden Menschen aufruft, die Gewalt zu beenden.

    Es ist gut, dass es einzelne Polizisten gibt, die sich mit den Protestierenden solidarisieren, die niederknien oder mitmarschieren. Es ist im Kleinen die Hand, die über den tiefen Graben gereicht wird. Es könnte der Anfang von mehr werden. Ohne Donald Trump.

    Mehr: In den USA reißen Proteste gegen Polizeigewalt nicht ab. 25 Städte haben Ausgangssperren verhängt.

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