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Kommentar Digitale Aktionärstreffen sollten von jetzt an jede analoge Hauptversammlung ergänzen

Was eigentlich als Notlösung gedacht war, findet bei vielen Dax-Konzernen überraschend viel Anklang: Digitale Hauptversammlungen.
18.05.2020 - 16:15 Uhr Kommentieren
Für die meisten Konzerne eine völlig neue Erfahrung: das Aktionärstreffen findet nur noch im virtuellen Raum statt. Quelle: dpa
Hauptversammlung der Lufthansa im Internet

Für die meisten Konzerne eine völlig neue Erfahrung: das Aktionärstreffen findet nur noch im virtuellen Raum statt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Digitalisierung, fand SAP-Chef Christian Klein, werde in Deutschland viel zu sehr als „Horrorszenario“ diskutiert. Seine Vorstandskollegen in anderen börsennotierten Unternehmen strafen diese Befürchtung gerade Lügen. Sie finden die Digitalisierung großartig, vor allem, wenn es um die Veranstaltung virtueller Hauptversammlungen geht.

Aus der (Corona-)Not geboren, entdecken die Vorstände der Dax-Konzerne gerade die Vorzüge des nichtanalogen Aktionärstreffens. Fragen werden vorher von den Anteilseignern eingereicht, Antworten von den zahlreichen Experten im Unternehmen gesammelt, gesichtet und beantwortet.

Die meisten Hauptversammlungen brauchen gerade mal die Hälfte der sonst üblichen Zeit, kosten auch nur die Hälfte. Und was noch bemerkenswerter ist: Sie bringen ein Drittel mehr Aktionäre dazu, teilzunehmen.

Das sind jetzt keine statistisch abgesicherten Daten, aber Tendenzen, die sich in der gerade laufenden HV-Saison abzeichnen. Und es sollten ermutigende Tendenzen sein, in Zukunft an der virtuellen Hauptversammlung festzuhalten.

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    Stattdessen hören sich die ersten Reaktionen aus den Unternehmen eher zögerlich an. Manche, wie Beiersdorf, wollen im kommenden Jahr gar wieder ausschließlich zur analogen Variante zurück. Das ist unverständlich.

    Deutschlands Manager werden zu Recht nicht müde, die mangelnde und zu zaghafte Digitalisierung des Landes anzuprangern. Und zeigen dabei gern auf den Staat, der zweifellos die Voraussetzungen dazu schaffen muss. Denn ohne Infrastruktur geht nun mal nichts.

    Statt sich aber darüber zu beklagen, dass etwa die digitale Verwaltung nicht in Gang komme, sollten dieselben Manager jetzt an virtuellen HVs festhalten und mit Nachdruck die gesetzlichen Grundlagen für digitale Hauptversammlungen als Ergänzung zur Präsenz-HV einfordern. Es könnte sich auch als ein großartiger Schub für die Aktienkultur in Deutschland erweisen.

    Mehr: Virtuelle Hauptversammlungen – Ausnahme oder Zukunftsmodell?

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