Kommentar: Es ist sinnlos, große Milliardenbeträge für das autonome Fahren aus dem Fenster zu werfen
Das Gemeinschaftsprojekt beim autonomen Fahren ist Geschichte, der VW-Konzern sucht einen neuen Partner.
Foto: Volkswagen AGAutonomes Fahren ist der große Traum der Automobilindustrie und auch der Tech-Branche. Wie von Geisterhand gesteuert sollen in einigen Jahren überall komplett selbstständig fahrende Autos unterwegs sein. Der Fahrer wird nicht mehr gebraucht, diejenigen, die im Auto sitzen, können die Zeit für andere Dinge nutzen. Sie sind nur noch Passagiere.
Doch das autonome Fahren wird auf lange Zeit ein großer Traum bleiben. Sowohl Autohersteller als auch große IT-Konzerne stecken einen Rückschlag nach dem anderen ein. Die letzte fahrerlose Stufe wird immer weiter nach hinten geschoben. Mindestens zehn weitere Jahre dürften noch vergehen, bis Autos wirklich komplett selbstständig fahren.
Volkswagen hat reagiert
Die Entwickler autonomer Fahrzeugsysteme haben völlig zu Recht erkannt, dass sie ihre Erwartungen in den nächsten Jahren erst einmal herunterfahren müssen. Weil die völlige Autonomie vorerst unerreichbar bleibt, braucht es Zwischenschritte für die Übergangszeit. Die Autobranche muss jetzt an neuen Assistenzsystemen arbeiten, die ebenfalls die Fahrerin und den Fahrer entlasten und mehr Komfort bieten, aber mit viel weniger Aufwand entwickelt werden können.