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Kommentar Für Risikokapital darf es keine staatliche Vollkasko geben

Auch deutsche Start-ups erhalten in der Coronakrise vom Bund hohe Staatshilfen. Damit das so bleibt, darf die Szene aber nicht überziehen.
31.03.2020 - 16:07 Uhr Kommentieren
Schon beim Start ist Gründern und Investoren in der Regel bewusst, dass 80 Prozent der hochfliegenden Pläne nicht aufgehen. Quelle: Imago/Westend61
Arbeiten im Start-up

Schon beim Start ist Gründern und Investoren in der Regel bewusst, dass 80 Prozent der hochfliegenden Pläne nicht aufgehen.

(Foto: Imago/Westend61)

Den deutschen Start-ups und ihren Geldgebern gelingt es in der aktuellen Krise ausgesprochen gut, Gehör bei der Politik zu finden. Der Schutzschirm der Bundesregierung sieht vor, auch Start-ups mit Liquidität zu versorgen, die mit mindestens 50 Millionen Euro bewertet sind. Am Dienstag kündigte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Hilfen über weitere zwei Milliarden Euro an.

Der neu formierte Start-up-Verband agiert geschickt, indem er Digitalpolitiker wie den Digitalbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU), eng in seine Überlegungen miteinbezieht. Möglich ist diese Nähe, weil es die Start-ups und die Risikokapitalfonds in Deutschland geschafft haben, sich ein positives Image zu verpassen.

Damit das so bleibt, darf die Szene nicht überziehen. Ansätze dazu gab es zu Beginn der Krise, als die Lobbyisten ihre Mitglieder aufriefen, einen Krisen-Forderungskatalog zusammenzustellen. Heraus kam dabei eine Art Wunschkonzert, das vom kleinsten Start-up bis zum größten Investor so ziemlich jeden beglückt hätte.

Am Dienstag schlug Verbandschef Christian Miele bei der Vorstellung einer Mitgliederumfrage zurückhaltendere Töne an: Marktmechanismen dürften nicht ausgehebelt werden, die Branche dürfe die Hilfen nicht missbrauchen. Das ist eine wichtige Botschaft. Denn die Start-up-Szene ist etwas anderes als etwa die Gastronomie, die ebenso unter Corona leidet.

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    Schon beim Start ist Gründern und Investoren in der Regel bewusst, dass 80 Prozent der hochfliegenden Pläne nicht aufgehen. Scheitern ist einkalkuliert – daran sollten auch staatliche Corona-Hilfsprogramme nichts ändern. Die Anlageklasse Risikokapital bedeutet schließlich, dass Investoren auch einen Totalverlust einkalkulieren.

    Daher darf es für die Risikokapitalgeber keine Vollkasko-Absicherung geben. Ebenso ist aber klar, dass Corona nicht das gerade erst gewachsene Start-up-Ökosystem zerstören darf. Die Hilfen von Bund und Ländern für diesen Sektor sind ein Balanceakt.

    Mehr: Abhängigkeit von ausländischen Geldgebern wird für Start-ups zum Problem

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