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Kommentar Handytracking zur Bekämpfung von Corona ist notwendig und machbar

Deutschland und Europa brauchen eine App, mit der sich Corona-Infektionsketten unterbrechen lassen. Das muss nicht zu Massenüberwachung führen.
31.03.2020 - 19:05 Uhr Kommentieren
Wichtig ist, dass die Nutzung der App zur Bekämpfung des Coronavirus freiwillig ist. Quelle: AFP
Coronakrise

Wichtig ist, dass die Nutzung der App zur Bekämpfung des Coronavirus freiwillig ist.

(Foto: AFP)

Digitalisierung macht Prozesse effizienter. Das gilt auch für die Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus: Je schneller Kontaktpersonen von Infizierten ermittelt und kontaktiert werden, desto schneller können Infektionsketten unterbrochen werden.

Dafür gibt es keinen besseren Weg, als digital zu erfassen, wem eine Person begegnet ist, und dann genau diese Kontakte auch digital zu warnen. Mit dem richtigen System kann diese Benachrichtigung innerhalb weniger Minuten erfolgen – die Frage ist nur: Was ist das richtige System?

Eine solche App ist technisch kein Problem, das zeigen Beispiele aus dem Ausland. Datenschutzrechtlich jedoch schon. Zu Recht. Schließlich soll der Kampf gegen Corona nicht in Massenüberwachung enden. Doch auch dafür gibt es Lösungen.

Technisch müssen die Daten etwa vor dem Zugriff von außen geschützt werden, und es dürfen nur die Daten erhoben werden, die tatsächlich notwendig sind. Das ist möglich, etwa indem App-Nutzern eine Identifikationsnummer zugewiesen wird, die keine Rückschlüsse auf die Person zulässt. Die App speichert diese Nummer von Kontakten, denen man begegnet ist, verschlüsselt und lokal auf dem Smartphone.

Wird der Nutzer positiv getestet, kann der Arzt die Weiterleitung der Daten freigeben, die Kontakte werden benachrichtigt. Das wäre wahrscheinlich datenschutzkonform. Wichtig ist, dass die Nutzung der App freiwillig ist.

Trotzdem bleiben Fragen offen, zum Beispiel: Müssen positiv Getestete die Daten an die Behörden weitergeben? Welche Auswirkung hat es, wenn die App anzeigt, man habe Kontakt mit einem Infizierten gehabt? Direkt Selbstquarantäne? Und wenn nicht genug Bürger freiwillig mitmachen, kommt dann doch die Pflicht?

Die Regierung muss diese Fragen beantworten, hoffentlich wird sie das können. Denn sie sollte eine solche App anbieten – eine für alle statt vieler Insellösungen. Am besten direkt für die ganze EU: Corona schaffen wir nur gemeinsam.

Mehr: Corona-App: Wie das Robert Koch-Institut Infizierte tracken könnte. Lesen Sie hier mehr.

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