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Kommentar Nur vier nennenswerte Börsengänge in 2019 sind für ein Land wie Deutschland erschreckend

Die deutschen Börsen sind unattraktiv für Börsengänge von jungen Technologieunternehmen. Es braucht weniger Regulierung und mehr Steueranreize.
07.01.2020 - 12:03 Uhr Kommentieren
Die deutschen Politiker müssen sich endlich über die Bedeutung der Börsen im Klaren sein und diese als Exit-Kanal für Start-ups herausstellen. Quelle: dpa
Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse

Die deutschen Politiker müssen sich endlich über die Bedeutung der Börsen im Klaren sein und diese als Exit-Kanal für Start-ups herausstellen.

(Foto: dpa)

Börsengänge sind immer ein hervorragender Pulsmesser für eine lebendige Aktienkultur und für eine zuversichtliche Gesellschaft. Wer seine Firma auf den Kurszettel bringt, zeigt nicht nur unternehmerischen Wagemut. Jeder Emittent ermöglicht es den Anlegern auch, sich am Erfolg der börsennotierten Gesellschaft zu beteiligen. Eine zutiefst soziale Angelegenheit also.

All diese Vorteile sind dem deutschen Anleger im vergangenen Jahr weitgehend entgangen, denn es gab nur vier nennenswerte Börsengänge – für eine Volkswirtschaft mit Weltgeltung ist das erschreckend wenig. Und davon fanden nur die VW-Nutzfahrzeugsparte Traton und der Softwarekonzern Teamviewer auch international größere Beachtung. Deutschland war damit weit abgeschlagen hinter den USA und China, selbst in Großbritannien ging es trotz Brexits lebhafter zu.

Viel gravierender als diese magere Jahresbilanz ist aber der nun schon seit einigen Jahren zu beobachtende Mangel an jungen innovativen Technologiefirmen, die den Gang an die Börse wagen. Die Start-ups aus Berlin und den anderen Gründerregionen gehen entweder an ausländische Börsenplätze oder suchen ihr Heil in weiteren Finanzierungsrunden, anstatt das heimische Börsenparkett anzusteuern.

Ganz anders die Situation in den globalen Boomregionen: Die US-Technologiebörse Nasdaq verzeichnete 2019 insgesamt 128 Initial Public Offerings (IPOs), Schanghai kam auf 120 und selbst Japan schaffte mit 89 Newcomern ein Mehrfaches der deutschen Börsengänge.

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    Die deutschen Politiker müssen sich endlich über die Bedeutung der Börsen im Klaren sein und diese als Exit-Kanal für Start-ups herausstellen. Ein milliardenschwerer Fonds für Venture Capital reicht allein nicht aus im globalen Wettbewerb. Weniger Regulierung und mehr Steueranreize für Jungunternehmer und mutige Anleger sind mindestens genauso wichtig, um den Finanzstandort zukunftsfest zu machen. Dann kommt auch mal ein Facebook aus Frankfurt, wetten?

    Mehr: Nach der IPO-Flaute im vergangenen Jahr hoffen die Investoren auf mehr Börsen-Newcomer 2020. Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht.

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