Kommentar: Söder sagt bei der Wärmepumpen-Förderung nur die halbe Wahrheit

Die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), häufig kurz auch „Heizungsgesetz“ genannt, war eines der zentralen und gleichzeitig umstrittensten Projekte während der Regierungszeit von SPD, Grünen und FDP. Monatelang rangen die drei Koalitionäre um die Zukunft des Heizens und Zuschüsse der Bundesregierung. Letztlich geriet die gesamte Wärmewende bei der Bevölkerung in Misskredit.
Jetzt könnte das Thema abermals zu einem politischen Belastungsfaktor werden. CSU-Chef Markus Söder findet, die Förderung für Wärmepumpen müsse „um mindestens 50 Prozent, wenn nicht mehr“ gekürzt werden, und begründet das damit, dass die hohen Subventionen dafür gesorgt hätten, dass Wärmepumpen in Deutschland teurer als in anderen Ländern seien.
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Tatsächlich kosten Wärmepumpen hierzulande meist mehr als anderswo in Europa, und auch die Installationskosten sind in der Regel höher. Eine Studie zeigt, dass für den Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Großbritannien mit rund 14.000 Euro im Vergleich zu Deutschland nur rund die Hälfte fällig wird. Doch nicht nur Klimaexperten, auch Ökonomen sind nicht davon überzeugt, dass die Fördermittel dafür die Hauptverantwortung tragen.