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Kommentar Trotz Rückschlägen ist kein Ende der Rohstoffrally in Sicht

Die Preiskorrekturen etwa bei Holz und Kupfer sind noch keine Trendumkehr an den Rohstoffmärkten. Dafür ist das Angebot in vielen Bereichen zu knapp.
21.06.2021 - 14:58 Uhr Kommentieren
Die Preisrally bei Kupfer hat eine Pause eingelegt. Quelle: AFP
Kupferrohre

Die Preisrally bei Kupfer hat eine Pause eingelegt.

(Foto: AFP)

Zürich Für Bauherren in Deutschland ist es ein schwacher Trost: Der Holzpreis an der Chicagoer Rohstoffbörse ist innerhalb der vergangenen sechs Wochen um 45 Prozent gefallen. Auch der Kupfermarkt hat sich merklich abgekühlt. War vor wenigen Wochen noch die Marke von 11.000 Dollar pro Tonne in Sichtweite, notiert der Preis aktuell bei 9200 Dollar. Doch bis die Korrektur bei Hausbauern in Deutschland ankommt, dürfte es noch dauern.

Zumal viel dafür spricht, dass die Rohstoffpreise auf einem hohen Niveau bleiben werden. Bereits jetzt das Ende des Aufwärtstrends an den Rohstoffmärkten auszurufen käme verfrüht. Denn an der fundamentalen Begründung für den aktuellen Rohstoffzyklus, in dem viele Experten den Beginn eines Superzyklus sehen, hat sich nichts geändert. Das Angebot ist in vielen Märkten knapp und kann mit der gestiegenen Nachfrage auf absehbare Zeit nicht mithalten.

Das zeigt sich bei der Betrachtung der Treiber für den Bloomberg Commodity Index, das wichtigste Barometer für die globalen Rohstoffmärkte. Rohöl und Treibstoffe haben den größten Einfluss auf den Preisindex. Und hier ist eine Trendumkehr nicht in Sicht.

Die Corona-Pandemie hat die Ölbranche in eine Krise gestürzt, von der sie sich bis heute nicht vollständig erholt hat. Ölkonzerne in den USA und Europa halten sich mit der Entwicklung neuer Projekte zurück – auch weil sie gegenüber ihren Aktionären und der Gesellschaft mehr Engagement für den Klimaschutz demonstrieren müssen.

Die in der Opec organisierten staatlichen Ölproduzenten müssen sich daran nicht halten: Doch auch die Ölallianz um Saudi-Arabien und Russland hält ihr Angebot weiter künstlich knapp. Gleichzeitig dürfte die Ölnachfrage schon im kommenden Jahr ihr Vorkrisenniveau erreicht haben.

Notenbanken werden den Aufschwung nicht abwürgen

Bei den Industriemetallen, ebenfalls ein wichtiger Faktor für den breiten Rohstoffpreisindex, bahnt sich ein noch größeres Defizit an. Kupfer dürfte ebenso wie Aluminium oder Nickel von der Elektrifizierung der Mobilität extrem stark profitieren. Gleichzeitig plant kaum einer der großen Kupferproduzenten neue Minen. Und selbst wenn die Konzerne nun große Pläne vorlegen würden: Die Entwicklung eines neuen Projekts dauert im Schnitt acht Jahre von der Planung bis zur Produktion. Ein deutlicher Nachfrageüberhang in den kommenden Jahren scheint daher unausweichlich.

Das einzige Risiko für die Rohstoffmärkte scheint in diesem Umfeld die US-Notenbank Federal Reserve. Ihre Ankündigung, Zinsschritte vorzuziehen, hat viele Anleger verschreckt. Doch den Konjunkturzyklus verfrüht abzuwürgen wird auch die Fed nicht wagen. Daher bleiben die Rohstoffmärkte stark unterstützt.

Mehr: Der Rohstoffmangel bedroht den Bau-Boom

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