Kupfer, Lithium, Stahl: Rally bei den Rohstoffpreisen treibt Kosten für die Energiewende in die Höhe
Die hohen Materialpreise machen den Herstellern zu schaffen.
Foto: dpaDüsseldorf, Zürich. Die Rekordpreise für Rohstoffe könnten grüne Technologien deutlich teurer machen als bisher angenommen. Vor wenigen Tagen kündigte Marktführer Vestas als Erster der großen Hersteller von Windkraftturbinen an, seine Preise zu erhöhen. Der Grund: Die Kosten für Stahl, eines der Hauptmaterialen für Windkraftanlagen, sind allein in diesem Jahr schon um mehr als 25 Prozent gestiegen.
„Wir werden und können das auf keinen Fall abfangen“, sagte Vestas-Chef Henrik Andersen. „An zukünftigen Projekten wird man sehen, dass es teurer geworden ist, die Turbinen zu bekommen.“ Auch andere Branchengrößen wie Nordex und Siemens Gamesa planen nach Informationen des Handelsblatts aufgrund der Rohstoffrally Preiserhöhungen. Und das könnte erst der Anfang sein.
Die Energiewende dürfte in den kommenden Jahren zum mit Abstand größten Treiber für die Rohstoffnachfrage werden. Ob Stahl und Seltene Erden für Windräder und Elektromotoren, Silber und Silicium für Solarmodule, Kupfer und Aluminium für den Ausbau der Stromnetze oder Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan für Batterien: Wollen die Staaten der Welt ihre ambitionierten Klimaziele einhalten, braucht es Unmengen dieser Metalle.