TV-Duell: Die Ideenlosigkeit zur Sicherung unseres Wohlstands war erschütternd

Wer sich einen Zukunftsplan für die Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands in Deutschland erhofft hatte, ist beim TV-Duell zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz enttäuscht worden.
Schon bei der Analyse, wie es um den Wirtschaftsstandort Deutschland bestellt ist, waren beide völlig unterschiedlicher Meinung. Olaf Scholz sieht, was die meisten anderen Bürger nicht sehen: Trotz aller Probleme blickt der Kanzler auf blühende Landschaften im internationalen Vergleich. Friedrich Merz indes zählte schonungslos alle Schwächen des Standorts auf: drei Millionen Arbeitslose, 50.000 Insolvenzen und 300.000 Industriearbeitsplätze, die nebst den dringenden Investitionen dem Land verloren gegangen sind.
Mehr kam dann allerdings nicht. Scholz und Merz blieben enttäuschend oberflächlich. Einen Plan, wie man einen Politikwechsel hinbekommt, konnte keiner der beiden Kandidaten präsentieren. Beide sehen sich als Reformer, Scholz sprach sogar von der notwendigen Kettensäge beim Bürokratieabbau. Doch anders als bei US-Präsident Donald Trump oder Argentiniens Präsident Javier Milei gibt es kein fertig ausgearbeitetes Konzept dafür. An Trump, Elon Musk und Milei sollte sich Deutschland inhaltlich nicht orientieren.