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Pedelec-BoomWie klimafreundlich sind E-Bikes wirklich?

Immer mehr Deutsche steigen aufs E-Bike um. Doch die elektrischen Räder brauchen Batterien und Energie. Das Umweltbundesamt hat nachgerechnet, wie die Klimabilanz der Pedelecs ausfällt. 10.07.2024 - 15:26 Uhr Quelle: dpaArtikel anhören

Immer mehr Menschen sind mit E-Bikes unterwegs: Für viele sind die Motor-Fahrräder eine umweltfreundliche Alternative zum Pkw.

Foto: dpa

Berlin. Sie sind überall zu sehen: E-Bikes. Ob in der Stadt, auf dem Land oder auf dem Weg zur Arbeit – immer mehr Menschen steigen aufs elektrisch unterstützte Fahrrad um. Doch wie umweltfreundlich sind E-Bikes wirklich?

Es kommt ganz konkret auf den Blickwinkel an. Denn gegenüber Autos bieten E-Bikes eine Reihe von Vorteile. Sie sind nicht nur kostengünstiger und gut für die Gesundheit, sondern auch umweltfreundlicher. So verursachen E-Bikes nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) nur einen Bruchteil der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu Autos. 

Weniger Emissionen als Verbrenner-Fahrzeuge

Das UBA berechnet die CO₂-Emissionen pro Personenkilometer, das ist eine Maßeinheit, die die Beförderung einer Person über die Strecke von einem Kilometer beschreibt. Dafür werden die Emissionen aus Fahrzeugnutzung, Energiebereitstellung, Fahrzeugherstellung und Infrastruktur addiert. 

Demnach erzeugt ein Pedelec etwa 15 Gramm CO₂ pro Personenkilometer, während im Vergleich dazu ein Auto rund 194 Gramm CO₂ erzeugt. Vereinfacht gesagt verursachen E-Bikes laut UBA ungefähr 7,7 Prozent der Treibhausgase eines Autos.

Die Krux: Der Umstieg von einem Fahrrad auf ein E-Bike bietet laut UBA allerdings nur dann einen Umweltnutzen, wenn das E-Bike regelmäßig für Fahrten verwendet wird, die sonst mit motorisierten Verkehrsmitteln zurückgelegt würden. Daher: Der Umstieg auf ein E-Bike anstelle eines Fahrrads hat keinen Umweltnutzen, da allein die Herstellung des erforderlichen Akkus zusätzliche CO2-Emissionen verursacht. 

Umweltbelastung und richtige Entsorgung von E-Bike-Akkus

Die größten Umweltbelastungen bei E-Bikes entstehen laut UBA durch die Produktion der Akkus, die überwiegend Lithium-Ionen-Akkus sind. Sie enthalten Rohstoffe wie Kobalt, Nickel, Eisen, Kupfer, Aluminium und Lithium, deren Abbau oft mit hohen Umweltauswirkungen verbunden ist, wie etwa ein hoher Wasserverbrauch und Bodenkontaminationen.

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E-Bike-Akkus sollten deshalb vor der Entsorgung, wenn möglich, herausgenommen und an den Rücknahmestellen für Altbatterien abgegeben werden, so das UBA. Lithium-Akkus können sich bei falscher Entsorgung selbst entzünden und Brände verursachen. Ausgediente Akkus aus E-Bikes gelten als Industriebatterien und werden kostenfrei von Vertreibern zurückgenommen. Diese sind gesetzlich verpflichtet, auch Akkus anderer Marken und Bauformen zurückzunehmen, wenn sie Ersatz-Antriebsakkus im Sortiment führen. Auch viele Wertstoffhöfe nehmen laut dem UBA diese Batterien kostenfrei an. Wer nicht zweimal laufen will, fragt lieber vorher nach.

Erstpublikation: 08.07.2024, 11:53 Uhr

dpa
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