Peugeot 308: Peugeot gibt dem Kompakten eine neue Optik
Ericeira. Die neue Front des Peugeot 308 erinnert direkt an den Löwen im Logo der französischen Stellantis-Marke: Die LED-Scheinwerfer umrahmen mit ihren stilisierten Löwenklauen das neue Gesicht des Kompaktmodells. Das sieht dynamisch und wuchtig aus und verleiht dem Wagen das Image einer Neukonstruktion. Zusätzlich strahlt ab der GT-Version auch das illuminierte Logo das Selbstbewusstsein des französischen Löwen aus.
Dabei hat sich so gewaltig viel nicht getan im neuen Modelljahr, das wohl eins der letzten im Lebenszyklus dieser 308er-Generation sein wird. Noch wird der E-308 nicht auf einer eigenen Plattform gebaut, das soll, so hört man aus dem Konzern, etwa ab 2027 der Fall sein. Dieser Tatsache ist auch geschuldet, dass die 55,4 kWh-Batterie nur chemisch optimiert werden konnte. Das sorgt für zwar für rund 30 km mehr Reichweite, allerdings eben noch nicht für effizientes Laden.
Dafür werden der 308 und der 308 SW in gleich vier Antriebsvarianten angeboten. Elektro, Plug-in-Hybrid, Mildhybrid und Diesel (letzterer ab Frühjahr 2026). Wir sind die elektrische Schrägheck-Variante gefahren.
Innen wirkt der 308er französisch gediegen. Auffällig ist das 3D-animierte Armaturenbrett. Das sieht schick aus, ist allerdings auch gewöhnungsbedürftig, wenn so ein 3D-Verkehrsschild einem bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung um die Ohren zu fliegen scheint.
Unter dem Zentraldisplay sind weiterhin die bewährten i-Toggles in einer schwarzen Leiste integriert. Sie lassen sich individuell anpassen, so dass man seine Favoritenfunktionen auf einen Blick verfügbar hat.
Die Sitze sind extrem bequem – und zertifiziert von der Aktion gesunder Rücken (AGR). In unserer GT-Ausstattung war das Fahren auf kurvenreichen Straßen damit geradezu erholsam. Dass Fahrwerk und Lenkrad präzise auf den Chauffeur reagieren, ist man von Peugeot gewohnt. Es schadet aber nicht, noch einmal darauf hinzuweisen, denn der 308er meistert agil und unaufgeregt Unebenheiten und plötzliche Lenkreaktionen.
Gemächliche Beschleunigung
Das alles passiert nicht in sportlicher Eile, der 308er liebt es eher gediegen, was sich auch an der für E-Fahrzeuge doch recht gemächlichen Beschleunigungswerten von etwas mehr als 9 Sekunden auf 100 km/h äußert. Mit einer Endgeschwindigkeit von 170 km/h ist der E-308 in guter Gesellschaft und absolut alltagstauglich.
Dass er in kurvigem wie bergigem Landstraßengelände die WLTP-Verbrauchswerte knapp reißt (16,4 kWh) liegt dabei voll im Limit. Der E-308 lässt sich auch als eigenständige Stromquelle nutzen und lädt Freizeitprodukte vom E-Bike bis zum Staubsauger. Ebenfalls neu ist die Plug-and-Charge-Funktion zum bargeld- und kartenlosen Laden sowie ein Routenplaner mit Ladeoptionen im Navi.
Fazit: Der neue 308er ist mit seinen behutsamen Neuerungen (u.a. neue Felgen) und einem Startpreis von 34.110 Euro (308 Hybrid Style) weiterhin ein ernstzunehmender Konkurrent in der Golfklasse. Die Elektrovariante ist aber mit mindestens 42.435 Euro (Style) recht teuer.
Peugeot 308 – Technische Daten
- Fünftüriger, fünfsitziger Kombi
- Länge: 4,64 Meter
- Breite: 1,56 Meter (mit Außenspiegeln: 2,06 Meter)
- Höhe: 1,44 Meter
- Radstand: 2,73 Meter
- Kofferraumvolumen: 548–1.483 Liter
- E-Motor mit 115 kW/156 PS
- Drehmoment: 270 Nm
- 0-100 km/h: 9,2 s
- Vmax: 170km/h
- Verbrauch: 15,6–15,3 kWh/100 km
- 0 g CO2/100 km
- Akkugröße: 55,4 kWh
- Reichweite: 450 km (WLTP)
- Ladeleistung: 100 kW (DC), 11 kW (AC)
- Ladedauer: DC: 20-80 % in 32 Minuten, AC: 20–80% in 3:35 Std.
- Preis: ab 48.790 Euro (Testwagen)