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AmpelLindner erwartet „Herbst der Entscheidungen“ und will Wertpapier-Investments bis 3000 Euro im Jahr fördern

Noch ein Jahr hat das Dreierbündnis aus SPD, Grünen und FDP regulär vor sich. FDP-Chef Lindner sieht die ungeliebte Koalition aber akut unter Handlungsdruck. 20.09.2024 - 01:11 Uhr Artikel anhören
Die Koalition stehe vor einem „Herbst der Entscheidungen“, sagt Christian Lindner. Foto: IMAGO/Jens Schicke

Berlin. Bundesfinanzminister Christian Lindner will private Aktienanlagen steuerlich fördern. „Die Menschen können in Wertpapiere ihrer Wahl investieren. Der Staat fördert jeden angelegten Euro mit 20 Cent bis zu einer Größenordnung von 3000 Euro im Jahr“, kündigte der FDP-Vorsitzende in einem Interview der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) an. „Maximal können Sparer also 600 Euro vom Staat zusätzlich für ihre Altersvorsorge erhalten. Alle Erträge im Depot bleiben steuerfrei.“ So könne der Zinseszins-Effekt über Jahrzehnte wirken. „Erst bei der Auszahlung im Alter wird wie bei der gesetzlichen Rente Steuer fällig.“

Lindner hatte zuletzt immer wieder die private Altersvorsorge mit sogenannten Riester-Verträgen kritisiert, weil diese keine hohe Renditen für Kunden abwerfen. Er will noch in diesem Jahr eine Reform der privaten Altersvorsorge vorstellen.

Die Koalition steht aus der Sicht von Lindner vor einem „Herbst der Entscheidungen“. In der „Rheinischen Post„ nannte der FDP-Chef eine Reihe von Zielen, an denen die Bürger und auch er selbst die Koalition messen würden: „Setzen wir die Wachstumsinitiative ambitioniert um, damit wir eine Wirtschaftswende bekommen? Verständigen wir uns auf einen Bundeshaushalt, der Bildung, Investitionen und Sicherheit stärkt, aber zugleich die Steuerlast für die Bürger senkt und die Schuldenbremse einhält? Erreichen wir mehr Kontrolle und Konsequenz bei der Migrationspolitik und überwinden wir dafür Denkverbote?“

Auf die Frage, ob die FDP in einer ähnlichen Situation wie 1982 sei, als sie die sozialliberale Koalition von Bundeskanzler Helmut Schmidt auseinanderbrach, sagte Lindner: „Auch in meiner Generation haben wir den Mut, für unsere Überzeugungen einzutreten.“ „Manchmal bedeutet Mut, trotz Kontroversen in einer Koalition zu bleiben, weil Stabilität wichtig ist und noch Gutes bewirkt werden kann. Manchmal bedeutet Mut aber auch, ins Risiko zu gehen, um neue politische Dynamik zu schaffen.“

dpa, rtr
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