Armin Laschet: Vom Kanzlerkandidaten zum Haustürwahlkämpfer
Aachen. „Guten Tag, ich bin Armin Laschet“, sage er noch heute, wenn er auf Stimmenfang zieht, sagt Armin Laschet. Obwohl ihn hier, in seiner Aachener Heimat, vermutlich niemand nicht kennt. Gut 5000-mal hat er das in den vergangenen Wochen gemacht. In Haaren und Brand, Eilendorf und wie die Aachener Stadtteile alle heißen. Hat Flyer dagelassen, Aachener Pflümli, eine Pflaumenmarmelade, und den Eindruck, dass hier jemand noch nicht am Ende seiner Karriere ist.
Noch vor vier Jahren, da flog Armin Laschet als Kanzlerkandidat durch die Republik. Freiburg, Berlin, Hamburg an einem Tag, erzählt Laschet. „Rein, raus, Bühne, Marktplatz, 2000 Leute und wieder weg. Irre.“ Heute sind es Türen statt Bühnen, Klingeln statt Mikrofone, 10.000 Schritte statt Inlandsflüge. Haustürwahlkampf. Armin Laschet ist am Boden gelandet.
Er ist jetzt der, der zuschaut, wie es Friedrich Merz besser machen soll als er selbst vor vier Jahren. Als er schon kurz vor dem Kanzleramt stand und dann doch alles verspielte. Ein Mann, der eigentlich für die Vergangenheit der CDU stehen müsste: Einstiger Ministerpräsident von NRW, einstiger Verbündeter der einstigen CDU-Kanzlerin, einstiger Kanzlerkandidat. Doch Armin Laschet macht einfach weiter. 5000 Haustüren. Und vielleicht steckt in diesem Armin Laschet auch mehr Zukunft der CDU, als man in diesen Tagen so denkt.