Bahn: GDL will Bahn nach den Weihnachtsferien erneut bestreiken
Frankfurt. Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn kündigt die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) mehrtägige Streiks nach dem Ende der Weihnachtsferien an. „Ab dem 8. Januar sollte man mit längeren Arbeitskämpfen rechnen“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). Dabei würden die Lokführer „in Maßen die Bahn bestreiken“. „Wir müssen nicht unbefristet streiken, um das System Bahn zum Stehen zu bringen“, erklärte der Gewerkschaftschef. „Wir sind so verantwortungsbewusst, dass wir nicht auf ewige Zeiten streiken werden.“
In der diesjährigen Tarifrunde haben die Lokführer bislang zweimal ihre Arbeit niedergelegt und damit den Bahn-Verkehr weitgehend zum erliegen gebracht. Die Gewerkschaft hatte Ende November die Gespräche mit dem Staatskonzern für gescheitert erklärt. Größter Streitpunkt ist die von der GDL geforderte Arbeitszeitverkürzung von 38 auf 35 Stunden pro Woche für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich. Dazu verlangt sie 555 Euro mehr im Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro.
Weselsky betonte, dass er bei der Umsetzung der Absenkung der Wochenarbeitszeit kompromissbereit sei. „Man könnte etwa 2025 starten und die Wochenarbeitszeit schrittweise bis 2028 von 38 auf 35 Stunden verringern“, sagte er. Die Bahn lehnt vor allem die geforderte Arbeitszeitverkürzung ab.