Bundesregierung: Wie der Start des Digitalministeriums gelingen soll
Berlin. Karsten Wildberger kennt sich mit Herausforderungen aus. In der Coronapandemie sanierte er als Chef der Media-Markt-Mutter Ceconomy den angeschlagenen Konzern. Doch mit seinem Wechsel in die Politik steht der neue CDU-Digitalminister gleich vor zwei Großbaustellen: Wildberger muss ein Ministerium aus dem Boden stampfen – und parallel den Staat modernisieren.
„So etwas gab es in der Bundesrepublik noch nie“, sagt Benedikt Göller vom Thinktank Agora Digitale Transformation dem Handelsblatt. Zwar war auch das Bauministerium von Ministerin Klara Geywitz (SPD) in der vergangenen Legislaturperiode neu. Doch das Haus hatte nicht gleichzeitig den Auftrag, Verwaltung und Staatsapparat grundlegend neu zu denken. „Die Herausforderungen, vor denen das neue Ministerium steht, sind wirklich groß“, sagt Göller.
Wie der Start des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung dennoch gelingen kann, zeigt ein Strategiepapier von Agora Digitale Transformation, das dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem neuen Ministerium formulieren die Autoren konkrete Empfehlungen.