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Corona-Pandemie Wann ist ein Risikogebiet ein Risikogebiet?

Corona-Risikogebiete gibt es innerhalb Deutschlands genauso wie im Ausland. Wie kommen diese Einstufungen zustande? Die wichtigsten Antworten.
01.10.2020 Update: 07.10.2020 - 19:14 Uhr Kommentieren
Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium. Quelle: dpa
Mitarbeiterin in einem Corona-Testzentrum

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium.

(Foto: dpa)

Berlin Reisen in Corona-Zeiten sind kompliziert. Kürzlich hat Deutschland seine wegen der Coronakrise verhängte globale Reisewarnung für Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) aufgehoben. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise beziehungsweise Reisewarnungen für einzelne Länder.

Reisewarnungen im Zusammenhang mit der Virus-Pandemie sollen künftig nur noch für Risikogebiete gelten. Zu diesen zählen allerdings noch immer die meisten Länder der Welt.

Doch es gibt auch innerhalb Deutschlands mittlerweile Risikogebiete und damit verbundenen Auflagen. Wer blickt da noch durch?

Das sind die wichtigsten Antworten zu dem Thema:

Wann gelten Gebiete in einzelnen Bundesländern als Risikogebiete?

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Standort erkennen

    Zentrales Kriterium beim Krisenmanagement ist, ob es in einer Region mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Anhand dieser Schwelle stuft die Bundesregierung auch andere Staaten als „Risikogebiete für deutsche Urlauber“ ein. Im Inland haben Bund und Länder vereinbart, dass ab dieser Marke in „besonders betroffenen Gebieten“ örtliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

    Wo dürfen Reisende aus Risikogebieten in Deutschland Urlaub machen?

    Reisende aus den Risikogebieten müssen sich normalerweise je nach Bundesland auf unterschiedliche Konsequenzen einstellen. Es gelten die Corona-Regelungen der Bundesländer. Manche Länder haben nun ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risiko-Landkreisen und -Städten erlassen. Für Bayern etwa teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit, dass Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürfen.

    Wie laufen solche Tests ab?

    Urlauber aus Risikogebieten dürfen nur dann in Beherbergungsbetrieben untergebracht werden, wenn sie über ein ärztliches Zeugnis in Papier- oder digitaler Form verfügen, das ein negatives Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bestätigt. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein. Maßgeblich für den Beginn der 48-Stunden-Frist ist der Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses.

    Lassen sich die innerdeutschen Testpflichten und Beherbergungsverbote sinnvoll umsetzen?

    Das ist umstritten. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern angemahnt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gibt dagegen zu bedenken, dass es bald so viele betroffene Regionen gebe, dass die Regeln „kaum umsetzbar, geschweige denn kontrollierbar“ seien.

    Wer entscheidet, welche ausländischen Länder oder Regionen als Risikogebiete gelten?
    Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium. Die Liste der Risikogebiete wird vom Robert Koch-Institut (RKI) geführt.

    Auf welcher Basis wird entschieden?
    Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten oder Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

    Woher kommen die Informationen?
    Für den zweiten Bewertungsschritt liefern insbesondere das Auswärtige Amt auf der Grundlage der Berichterstattung der deutschen Auslandsvertretungen, gegebenenfalls auch andere Ministerien Berichte zur Lage vor Ort. Dabei werden auch die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie berücksichtigt.

    Welche Kriterien sind besonders relevant?
    Maßgeblich für die Bewertung sind insbesondere die Infektionszahlen und die Art des Ausbruchs, ob dieser lokal begrenzt oder flächendeckend ist. Außerdem werden Testkapazitäten sowie durchgeführte Tests pro Einwohner sowie in den Staaten ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens berücksichtigt. Dazu zählen etwa Hygienebestimmungen und die Kontaktnachverfolgung. Für die Bewertung spielt auch eine Rolle, wenn keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten vorliegen.

    Mehr: Lesen Sie hier, was das Ende der globalen Reisewarnung für Wirtschaft und Verbraucher bedeutet

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