Coronahilfen: Aida, MV Werften und Georgsmarienhütte wollen angeblich Staatshilfen
Der Kreuzfahrtanbieter benötigt möglicherweise Staatsbeteiligungen.
Foto: dpaBerlin, Hamburg. Der Kreuzfahrtanbieter Aida, der Schiffbauer MV Werften und der niedersächsische Stahlhersteller Georgsmarienhütte bemühen sich einem Medienbericht zufolge um Staatshilfen. Das geht laut „Business Insider“ aus einer Liste der Bundesregierung hervor, die dem Wirtschaftsmagazin vorliegt.
Das Wirtschaftsministerium und Finanzministerium wollten sich nicht konkret zu dem Bericht äußern. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums verwies auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, die zu berücksichtigen seien.
Aida erklärte, man prüfe, ob die von der Bundesregierung angebotenen Instrumente und Programme für das Unternehmen in Frage kämen. „Zu Überlegungen einer möglichen Staatsbeteiligung ist uns nichts bekannt.“ Ein Sprecher der Georgsmarienhütte sagte, man äußere sich nicht zu Spekulationen. Die MV Werften waren für Anfragen nicht zu erreichen.
Nach früheren Angaben des Wirtschaftsministeriums haben 14 Unternehmen Bedarf an einer Rekapitalisierung angemeldet. Darüber hatte zuerst das Handelsblatt berichtet. Bei den meisten Firmen steht die Prüfung aber erst am Anfang. Insgesamt hat die Bundesregierung von knapp 60 Unternehmen Interessensbekundungen für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten. In diesem sind 100 Milliarden Euro für direkte Unternehmensbeteiligungen reserviert.