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EnergiekostenSechs Cent sind möglich – doch nicht für alle: Strompreispaket im Check

Wirtschaftsminister Habeck hat den Industriestrompreis nicht bekommen, gibt sich mit der Alternative aber zufrieden. Tatsächlich könnte sie ähnlich helfen – doch manche sehen sich als Verlierer.Julian Olk, Klaus Stratmann, Isabelle Wermke 10.11.2023 - 20:19 Uhr Artikel anhören

Robert Habeck wollte noch mehr für energieintensive Industrien wie Stahl rausholen, hält die Einigung jetzt aber trotzdem für hilfreich.

Foto: dpa

Berlin, Düsseldorf. Das Strompreispaket der Bundesregierung hat das Potenzial, die energieintensive Industrie in ähnlicher Höhe zu entlasten wie der ursprünglich von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante Industriestrompreis.

Das zeigen Handelsblatt-Berechnungen. Allerdings gibt es Einschränkungen.

Habeck hatte im Mai sein Konzept für einen Brückenstrompreis vorgelegt. Er wollte der energieintensiven Industrie einen Preis von sechs Cent je Kilowattstunde für 80 Prozent ihres historischen Verbrauchs staatlich garantieren.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Kanzler Olaf Scholz (SPD) lehnten das aber ab. Letztlich einigten sich die drei nach monatelangen Diskussionen auf ein Alternativkonzept. Es enthält drei Maßnahmen:

  • Die Senkung der Stromsteuer auf das EU-zulässige Mindestmaß für das produzierende Gewerbe. Durch sie wird der Spitzenausgleich überflüssig, der die energieintensiven Unternehmen bislang weitgehend von der Stromsteuer befreit.
  • Die Verlängerung der Strompreiskompensation. Sie gilt für 340 Unternehmen, die viel Strom verbrauchen.
  • Die Verlängerung des Supercap. Sie gilt zusätzlich für 90 Unternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen.

Anders als bei Habecks Industriestrompreis unterscheidet sich die Entlastung durch diese Maßnahmen von Fall zu Fall. Anstatt einen Preis zu garantieren, ist die Entlastung nun davon abhängig, was die Unternehmen für Stromverträge haben.

Manche Firmen haben noch günstige Verträge von der Zeit vor der Krise, andere mussten teure neue Verträge während der Krise schließen oder decken sich jetzt kurzfristig am Spotmarkt ein. In den meisten Unternehmen ist es gemischt.

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