Energiepolitik: Grüner Wasserstoff: Deutschland ebnet Weg für industrielle Produktion
BP und Orsted sind in die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff eingestiegen.
Foto: obsBerlin. Die Produktion von grünem Wasserstoff in industriellem Maßstab soll nicht mehr lange auf sich warten lassen: Ziel der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten „H2 Global“-Initiative ist, dass noch in diesem Jahr der Startschuss für erste Projekte fällt. Das „H2 Global“-Konzept soll Ende März fertig sein, nach den Vorstellungen seiner Initiatoren rasch umgesetzt werden und noch 2021 erste Ergebnisse liefern.
Das Interesse der Wirtschaft ist beachtlich. Nach Angaben der Initiatoren waren im Dezember rund 30 Unternehmen und Verbände bei einer konstituierenden Sitzung der „H2 Global“-Initiative vertreten. Darunter der Energiekonzern Uniper, Anlagenbauer wie Siemens, MAN Energy Solutions, Neumann & Esser sowie der Stahlhersteller Salzgitter, der Gasleitungsbetreiber Ontras, aber auch Unternehmen der Finanzbranche, darunter Deutsche Bank und Munich Re.
Das Spektrum repräsentiert die komplette Wertschöpfungskette: von der Wasserstoffelektrolyse über den Transport bis zum industriellen Großverbraucher.
Grüner Wasserstoff: Von der Manufaktur zum industriellen Maßstab
Die Initiatoren wollen einen „kurzfristigen wirtschaftlichen Markteinstieg“ in internationale Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff schaffen, inklusive des Imports nach Deutschland. „H2 Global“ könnte nach Überzeugung der Initiatoren bereits im dritten Quartal 2021 die erste Ausschreibungsrunde starten. Eine Vergabe soll dann möglichst noch in diesem Jahr erfolgen.